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Pflegeeltern

12.12.2012

„Nicht hoch genug einzuschätzen“

Landrat würdigt verantwortungsvolle Aufgabe

Harburg „Die Arbeit, die Pflegeeltern leisten, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, so Landrat Stefan Rößle. Der Landkreis Donau- Ries hatte seine Pflegeeltern zum bereits traditionellen Pflegeelternabend nach Harburg eingeladen. 65 Pflegeeltern folgten der Einladung, um miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und untereinander sich kennenzulernen.

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Der Leiter des Fachbereichs Jugend, Familie und Senioren, Alfred Kanth, eröffnete den Abend und begrüßte Landrat Stefan Rößle und die Pflegeeltern und würdigte ihre verantwortungsvolle Aufgabe. Er wies darauf hin, dass im Bereich Pflegekinderwesen im Rahmen der Stellenmehrung im Jugendamt eine zusätzliche Stelle geschaffen wurde. Er stellte Frau Ganzenmüller-Klug als neue Mitarbeiterin vor und verband damit den Wunsch, die Pflegeeltern noch besser beraten und begleiten zu können.

Landrat Stefan Rößle bedankte sich bei den Pflegeeltern und hob ihr herausragendes Engagement hervor. „Die Entscheidung für ein Pflegekind ist die Übernahme einer verantwortungsvollen Aufgabe. Pflegeeltern garantieren mit ihrem Einsatz tagtäglich beste Entwicklungsbedingungen für die ihnen anvertrauten Kinder“, so Rößle. Der Landkreis Donau-Ries werde weiterhin die Pflegeeltern unterstützen. Landrat Rößle verwies an dieser Stelle auf eines der Schwerpunktthemen der Landkreispolitik: der Familienfreundlichkeit.

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Derzeit 55 Pflegefamilien im Landkreis

Norbert Ziegler, verantwortlich für das Pflegekinder- und Adoptionswesen, freute sich, dass die Pflegeeltern so zahlreich zum Abend erschienen. Derzeit gibt es 55 Pflegefamilien, die 70 Pflegekindern ein befristetes oder dauerhaftes Zuhause geben. 13 Kinder und Jugendliche wurden in die Ursprungsfamilien rückgeführt, im Betreuten Wohnen untergebracht oder in die Selbstständigkeit entlassen. 19 Kinder haben ein neues Zuhause bei der Verwandtenfamilie gefunden.

Überforderung, psychische Erkrankung, Erziehungsunfähigkeit oder Missbrauchserfahrungen sind einige der Gründe, warum Kinder in Pflegefamilien leben. Dazu sind geeignete Familien erforderlich.

„Natürlich müssen die Bewerber überprüft werden, ob sie für die Aufgabe geeignet sind. Viel wichtiger aber ist uns gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung entgegenzubringen. Wir alle wollen doch das Beste für unsere Kinder erreichen“, so Norbert Ziegler.

Das Pflegekinderteam des Landkreises Donau-Ries sucht immer wieder geeignete, engagierte Menschen, die Pflegekinder bei sich aufnehmen wollen und ihre Entwicklung liebevoll begleiten und fördern können. Zukünftige Pflegeeltern werden geschult und auf diese Aufgabe vorbereitet. (RN)

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Landratsamts Donau-Ries und im Familienportal. Telefonisch kann man sich an die Mitarbeiter des Pflegekinderfachdienstes unter 0906/74486 oder 74196 wenden.

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