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Schwörsheim

23.06.2020

"Night of Light": Rieser Unternehmen beteiligen sich an Prostest gegen Situation der Event-Branche

Die Firma CRA-Events aus Bopfingen und SLS-Veranstaltungstechnik Röhlingen haben am Montagabend die Dorfkirche in Röhlingen in rot illuminiert.
Bild: CRA-Events

Plus Dabei stellen sie konkrete Forderungen an die Politik. Man leide sehr unter der mangelnden Unterstützung, sagt ein Teilnehmer.

Die Eventbranche ächzt unter den Umsatzeinbußen während der Corona-Krise. An einer bundesweiten Aktion am Montagabend, um auf die Situation aufmerksam zu machen, beteiligen sich auch Rieser Firmen. Nachdem Veranstaltungen seit März untersagt sind und Festivals auf 2021 verschoben werden mussten, geht es nicht nur den Veranstaltern schlecht, sondern auch den Technikern und Künstlern. In Deutschland wurden mehreren Medienberichten zufolge aus diesem Grund mehr als 8.000 Wahrzeichen rot beleuchtet, in Augsburg das Rathaus, in Ulm das Münster und in Schwörsheim stellvertretend Plakate des Kraterbebens und der Band Stack. Wie schlimm ist die Situation wirklich?

Das Festival „Der Krater bebt“ in Megesheim hätte in diesem Jahr zum 32. Mal stattgefunden. Auch die Band „Stack“ aus dem Ries wäre neben bekannten Künstlern wie „Frittenbude“ oder Steve’n’Seagulls auf der Bühne gestanden. Die Corona-Pandemie machte wie so vielen auch den regionalen Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Das Festival findet erst 2021 statt.

Rieser Verein Kraterkultur beteiligt sich an "Night of Light"

Die Initiatoren des bundesweiten Hilferufs, in den Tausende einstimmten, fordern mit dem „flammenden Appell der Veranstaltungs-Wirtschaft echte Hilfe anstelle von Kredit-Programmen“ und einen „Branchendialog mit der Politik, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden!“ Über die Sozialen Netzwerke teilt der Verein Kraterkultur die Aktion und das symbolisch rot beleuchtete Plakat in Schwörsheim. Vereinsmitglied Moritz Eigner ist nicht nur im Organisationsteam von „Der Krater bebt“ , sondern auch Mitglied der Band Stack und Gründer von Meteorit-Events. Mit Band und Kraterkultur entschied er sich dafür, an der Aktion teilzunehmen und ein Zeichen zu setzen. „Wir leiden sehr unter der geringen Unterstützung“, sagt Eigner, der derzeit in Schwörsheim lebt, aber eigentlich in München als Veranstaltungstechniker arbeitet. Irgendwann würden die Lichter ausgehen, wenn Events weiter ausfallen, meint er. Gemeinnützige Vereine seien auch von der Veranstaltungsflaute betroffen. Es gehe darüber hinaus um die kleinen Plattenpartys oder Firmenfeiern. Auch er sieht finanzielle Unterstützung aus der Politik als notwendig für die Eventbranche.

"Night of Light": Rieser Unternehmen beteiligen sich an Prostest gegen Situation der Event-Branche
Im Ries machte die Eventbranche ebenfalls auf die prekäre Situation von Veranstaltern aufmerksam.
Bild: Moritz Eigner

Der Bopfinger Veranstalter CRA-Events hat mit SLS Veranstaltungstechnik kurzfristig ebenfalls ein Zeichen in Röhlingen bei Ellwangen gesetzt. Auf Facebook teilt CRA ein Bild von der rot angestrahlten Kirche in Röhlingen und schreibt dazu: „Auch wir tragen dazu bei und haben uns ein tolles regionales Objekt ausgesucht. Die schöne Kirche in Ellwangen-Röhlingen ist (...) in rot illuminiert.“ CRA-Chef Christian Grimminger bezeichnet die „Night of Light“ als „Riesenwelle“, die jetzt das Licht auf die Eventbranche strahlen lasse. Er sei sich zwar sicher, dass es irgendwie weitergehen werde. Dennoch benötige die Branche wie viele andere auch Unterstützung von der Politik.

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