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Nördlingen

29.07.2019

Nördlingen: Baustelle B29 - Der Ehringer Kreisel ist gesperrt

Die B29 zum Ehringer Kreisel ist seit gestern wegen einer Baustelle dicht. Dafür wurde die Sperrung am Saubrunnen wieder aufgehoben.

In Nördlingen wurde am Montag der Abschnitt in Richtung Ehringer Kreisel gesperrt. Warum die Strecke saniert werden muss und welche Sperrung aufgehoben wurde

Wer Montagfrüh noch vom „Inneren Ring“ über die B 29 zum Ehringer Kreisel fuhr, kam ganz normal durch. Auf dem Rückweg war das dann vielleicht nicht mehr möglich, denn im Laufe des Vormittags wurde die angekündigte Sperrung vollzogen. Sowohl von Kreuzung und Kreisverkehr als auch aus den Baldinger Ortsausfahrten ist keine Zufahrt mehr möglich; in Baldingen sind einige Strecken nun als Sackgassen ausgewiesen.

Vorher mussten noch alle Umleitungsschilder in Richtung Aalen und Stuttgart auf der Nördlinger Nordost-Umgehung angebracht werden, erst dann durfte gesperrt werden. Dem Vernehmen nach wurden kritische Stimmen laut, dass auf der 1,8 Kilometer langen Strecke, die erneuert werden soll, noch gar keine Schäden sichtbar sind, die eine komplette Erneuerung rechtfertigen.

Markus Brenner sagt, die Maßnahme sei überfällig

Doch der Bauleiter des städtischen Bauamtes, Markus Brenner, erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass die Baumaßnahme sogar längst überfällig sei: Die Straße wurde als Baldinger Ortsumgehung vor 20 Jahren gebaut; eine Erneuerung von Asphaltdecken nach zwölf bis 15 Jahren sei völlig normal. „Im Falle der B 29 kommt hinzu, dass der Lkw-Verkehr in der Zwischenzeit zugenommen hat. Die höhere Belastung ist an Spurrillen deutlich erkennbar“, so Brenner. Deshalb müsse die mittlere Schicht, die Bindeschicht zwischen Trag- und Deckschicht, verstärkt werden.

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Auf den 600 Metern nach der Ampelkreuzung, also in dem Bereich, wo eine Feldweg-Brücke quert, sind auch Risse erkennbar. Bei Bohrungen wurde festgestellt, dass der Untergrund an dieser Stelle nicht so tragfähig ist, wie er sein sollte und bereits Frostschäden entstanden sind. Dort muss neben dem Asphalt auch ein Teil des Unterbaus entfernt und unter anderem die Frostschutz-Schicht ertüchtigt werden. Da zusammen mit der Verstärkung der Bindeschicht die gesamte Fahrbahnkonstruktion höher wird, müsse man tiefer in den Boden vordringen, da man ansonsten Probleme mit der Mindestdurchfahrtshöhe unter der Brücke bekäme, so Brenner.

Bis zum 4. September sollen Arbeiten fertig sein

Auf dem gesperrten Teilstück der B 29 verkehren normalerweise durchschnittlich 7900 Fahrzeuge pro Tag. „Wir legen die Arbeiten bewusst in die Sommerferien, da dann weniger Verkehr herrscht“, so Markus Brenner. „Wenn das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, sind wir am 4. September fertig.“ Derzeit könnten nur sintflutartige Regenfälle die Arbeiten ausbremsen, weil man dann verhindern müsse, dass Wasser in und zwischen die Fahrbahnschichten eindringe.

Die Hauptumleitung führt von der Nördlinger Umgehung, also der B 25, über die Nürnberger Straße zum Inneren Ring. „Wie immer können sich die ortskundigen Fahrer ihre individuellen Umleitungsstrecken überlegen“, so Brenner. Dem kommt dann möglicherweise entgegen, dass am Montag eine andere Sperrung im Stadtgebiet wieder frei wurde: „Im Laufe des Tages wird die Sperrung am Baugebiet Saubrunnen aufgehoben.“ Die Absperrungen transportiert man gleich weiter zur nächsten neuen Baustelle: Einige Kilometer weiter wird heute der Deininger Kreisverkehr in Angriff genommen. Deiningen ist nun über Fessenheim nicht mehr direkt erreichbar; Ort und Gewerbegebiete können nun aber wieder über die Kreisstraße DON 7 angefahren werden. Der Kreisel soll bis zum 9. September gesperrt bleiben.

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