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Nördlingen
23.03.2021

Corona-Pandemie: Wird Nördlingen das bayerische Tübingen?

Vier Schnellteststationen gibt es bereits in Nördlingen – ein Argument von Oberbürgermeister David Wittner, warum die Stadt sich für das bayerische Modellprojekt eignet.
Foto: Mörzl

Oberbürgermeister David Wittner will, dass die Stadt Teil eines Modellprojektes wird. Welche Argumente aus seiner Sicht dafür sprechen.

Frühestens Mitte April soll es in Bayern Lockerungen bei den Corona-Regelungen geben. Das gab Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag bekannt. Für drei oder vier Städte im Freistaat gelten aber schon nach den Osterferien andere Regeln – sie sollen bei einem Modellprojekt mitmachen. Dabei soll ähnlich wie in Tübingen untersucht werden, wie sich Öffnungen im Zusammenspiel mit einem Test- und Impfkonzept auswirken. Nördlingen will eine dieser Städte sein, Oberbürgermeister David Wittner wandte sich noch am Nachmittag in einer Email an Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange, an Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler und an Landrat Stefan Rößle.

Wittner: Nördlingen hat übersichtliche Größe

Wittner argumentiert darin, warum Nördlingen aus seiner Sicht prädestiniert dafür sei, als Standort für solch ein Modellprojekt infrage zu kommen: Man habe derzeit eine Inzidenz im Landkreis von knapp über 100 – genau die Vorgabe, die Söder genannt hat. Nördlingen verfüge über eine noch übersichtliche Größe und gleichzeitig über einen vitalen Einzelhandel und diverse, attraktive kulturelle Angebote mit ausgefeilten Hygienekonzepten. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Einzelhandel sei „bewährt und eingeübt. Auch kurzfristig kann so organisatorischer Aufwand gestemmt und verschiedene Aktionen umgesetzt werden“, so Wittner in der Mail, die unserer Redaktion vorliegt.

Es gebe in Nördlingen ein Impfzentrum und vier Standorte für Schnelltests – unter anderem im Rathausgewölbe. Eine Apotheke habe bereits Bereitschaft signalisiert, die Tests auszuweiten, sollte eine Art Tübinger Modell umgesetzt werden. Und nicht zuletzt, so Wittner: „Unser Sachgebiet Tourismus und Veranstaltungen hat sich bereits intensiv mit technischen Möglichkeiten der Kontaktnachverfolgung auseinandergesetzt und könnte für Handel, Gastronomie etc. eine Lotsenfunktion übernehmen und Hilfestellung bei der Umsetzung anbieten.“

Söder ließ bis Redaktionsschluss offen, welche Städte beim Modellprojekt zum Zuge kommen. Gleich mehrere bayerische Kommunen meldeten sich öffentlich und bekundeten ihr Interesse. Ob das Modellprojekt auch beim zu erwartenden höherem Inzidenzwert im Landkreis Donau-Ries möglich ist, wird bezweifelt.

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