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Nördlingen: Leseförderung nicht nur in der Schule

Kommentar Von Sophia Huber
27.11.2019

Es ist richtig, mehr Geld in die Stadtbibliothek zu investieren, meint RN-Mitarbeiterin Sophia Huber.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Auch wenn diese Floskel oft nur flapsig unter Kollegen oder Freunden verwendet wird, bringt sie es auf den Punkt. Die Lesekompetenz eines Kindes kann schon früh von zu Hause aus gefördert werden. In einer Vorlesestudie des Instituts für Lese- und Medienforschung von 2018 wurde erkannt, dass rund 78 Prozent der Kinder, denen mehrmals in der Woche oder täglich vorgelesen wurde, das Lesenlernen leichter fällt. Die Kinder ohne Vorleseerfahrung sind laut Studie frustriert, weil ihnen das Lesenlernen zu lange dauert.

Nun bietet die Stadtbibliothek Nördlingen viel Leseförderung für Kindergartenkinder als auch für die Älteren an: Lesezwerge, Bücherstrolche, Kindertreff. In den nächsten Jahren will die Stadtbibliothek noch mehr Kinder- und Jugendbücher beschaffen, denn die Nachfrage ist größer als das Angebot. Dass das Geld kostet, ist klar. Klar sollte aber auch sein, dass eine Investition in die junge Lesergeneration und in die Bildung eine gute und sinnvolle ist.

Gerade weil die digitalen Medien heutzutage kaum von Kindern ferngehalten werden können, macht es umso mehr Sinn, das Vorlesen und Lesen zu fördern. Auch ein Kulturangebot sollte nicht exklusiv für die erwachsenen Nördlinger sein. Autorenveranstaltungen oder Theateraufführungen werden erfahrungsgemäß von Riesern aller Altersklassen gut angenommen.

Nördlingen: Leseförderung nicht nur in der Schule

Wenn man dann die vielen aufgeregten Kindergarten- und Grundschulkinder beim Kindertheater in der Stadtbibliothek trifft, zeigt sich noch einmal mehr, wie wichtig die Investition in das „Kulturzentrum am Marktplatz“ ist.

Den Artikel zum Thema finden Sie hier: Mehr Geld für die Stadtbibliothek?

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