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Entwicklungshilfe

24.11.2017

Nördlingen baut eine Schule in Afrika

Zwei Schulen hat der Verein „Vier Steine für Afrika“ bereits gebaut, eine befindet sich in der Fertigstellung. Nun haben Oberbürgermeister Hermann Faul und Landrat Stefan Rößle gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Vereins, Martin Stumpf, ein neues Projekt angestoßen: die Nördlingen-Schule.
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Zwei Schulen hat der Verein „Vier Steine für Afrika“ bereits gebaut, eine befindet sich in der Fertigstellung. Nun haben Oberbürgermeister Hermann Faul und Landrat Stefan Rößle gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Vereins, Martin Stumpf, ein neues Projekt angestoßen: die Nördlingen-Schule.
Bild: Martin Stumpf

Stadt und Landkreis Donau-Ries initiieren ein Projekt, bei dem der Verein „Vier Steine für Afrika“ mit Spendengeldern eine „Nördlingen-Schule“ in Uganda errichten soll

„Fluchtursachen bekämpfen“ – diese Forderung ist in aller Munde, insbesondere in denen der Politiker aller Parteien. Häufig werden im gleichen Zusammenhang Probleme genannt, die in weiten Teilen Afrikas den Fortschritt ausbremsen. Korruption, Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, von der nur Einzelne profitieren, Bürgerkriege. Aber über eines sind sich die meisten einig: Bei der Bildung muss man ansetzen.

Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller wandte sich an die Regionalpolitik. Üblicherweise ist die Entwicklungshilfe Sache der Länder und des Bundes. Doch auch Landrat Stefan Rößle ist überzeugt von dem dezentralen Engagement: „Wir können gute Entwicklungshilfe nur an der Basis, mit Unterstützung der Bürger erreichen“, sagt er. Das Donau-Ries setzte sich ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2020 sollen mit den Spendengeldern von Bürgern des Landkreises zehn Schulen in Afrika gebaut werden. Eine davon möchte der Landrat mit Faul und Martin Stumpf aus Nördlingen, Vorsitzender des Vereins Vier Steine für Afrika, gemeinsam umsetzen.

Entstehen soll die „Nördlingen-Schule“ in Uganda. In dem ostafrikanischen Land leben rund 35 Millionen Menschen. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist 14 Jahre alt oder jünger. Nur 2,5 Prozent der Bevölkerung ist 65 Jahre alt oder älter – was an der geringen Lebenserwartung von knapp 60 Jahren liegt. Der Verein Vier Steine für Afrika wurde 2006 gegründet. Seitdem baute er Schulen und Brunnen. Zwei der Schulen sind bereits fertig, eine befindet sich im Bau. „Bisher waren wir überwiegend in Tansania aktiv“, sagt Martin Stumpf. Dabei organisiert und finanziert der Verein ausschließlich den Bau – Träger der Schulen sind anschließend Partnerorganisationen vor Ort. „Wir können garantieren, dass jeder Cent zu 100 Prozent in die Schulen fließt“, betont er. In Uganda, wo die Nördlingen-Schule gebaut werden soll, arbeitet der Verein mit Pater Stan und Schwester Gaspara von den Comboni Missionaren zusammen. „Als ich Schwester Gaspara getroffen habe, war mir klar, dass es eine richtige Macherin ist“, erzählt er.

Hermann Faul sagt, die Stadt Nördlingen wolle mit dem Projekt „die Chancen junger Menschen in Afrika verbessern“. Landrat Stefan Rößle betont, dass keine Steuermittel des Landkreises und der Kommunen verwendet würden. Dies sei rechtlich auch nicht möglich. Dementsprechend sei man vollständig auf Spenden von Bürgern und Unternehmen aus Nördlingen und dem Ries angewiesen. Faul weist auf die Vorteile hin, die die Zusammenarbeit dem Vier Steine für Afrika bringe. Mit Veranstaltung wie dem Entenrennen in Nördlingen sei der Verein lokal verankert und generiere Spendengelder. Noch wichtiger sei, dass er den direkten Draht zu den Menschen in der Dritten Welt habe. „Wann wir mit dem Bau beginnen können, hängt von der Spendebereitschaft ab“, sagt Stumpf. Mindestens 40000 Euro benötigt der Verein. Die bewegen aber für deutsche Verhältnisse viel. Im Abstand von jeweils 20 Kilometern sollen drei Schulgebäude mit jeweils drei Klassenzimmern gebaut werden. Gemeinsam werden sie als Verbund die „Nördlingen-Schule“ bilden.

nimmt der Verein auf dem Konto Vier Steine für Afrika e.V., IBAN DE37 7206 9329 0000 5268 00, Raiffeisenbank Ries eG entgegen. Eine Spendenbescheinigung wird ausgestellt.

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