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Nördlingen

12.09.2020

Nördlingens neuer Gemeindereferent nimmt „Gemeinschaft“ wörtlich

Martin Mayer hat ein breites Aufgabenspektrum von Religionsunterricht bis Kinder- und Jugendarbeit.
Foto: Ronald Hummel

Plus Martin Mayer ist neuer Gemeindereferent der Pfarrgemeinde Sankt Salvator und der Nachfolger von Anja Konrad-Müller. Er stammt aus dem Nachbarlandkreis und wuchs in Unterglauheim auf.

Martin Mayer wird am heutigen Samstag als neuer Gemeindereferent der Pfarrgemeinde St. Salvator in einem Gottesdienst in St. Josef in seine Aufgaben eingeführt. Er tritt die Nachfolge von Anja Konrad-Müller an und beschreibt seinen Beruf selbst als „rechte weltliche Hand des Pfarrers“, als die er unter anderem Kinder-und Jugendarbeit plant und organisiert, Erstkommunions-Vorbereitung durchführt und Religionsunterricht an Schillerschule und Grundschule Mitte in Baldingen gibt.

Mayer ist in Unterglauheim im Landkreis Dillingen in einer religiösen Familie aufgewachsen und wurde stark geprägt von seiner elfjährigen Ministrantenzeit: „Als Oberministrant Zeltlager oder Ministrantenausflüge zu organisieren, war schon eine erste Form der Jugendarbeit.“

Martin Mayers Weg in den religiösen Beruf

Auch das Gymnasium in Dillingen war katholisch geprägt und als Klavierspieler und Organist hatte er engen Bezug zur Kirchenmusik. Dennoch musste er sich seinen Weg zum religiös erfüllten Beruf erst ertasten: Nach dem Abitur studierte er in Regensburg Politikwissenschaft, was aufgrund der breit angelegten Allgemeinbildung mit dem Hauptfach Bayerische Geschichte eine gute generelle geistige Grundlage für ihn war.

Doch ein Praktikum bei Radio RT 1 zeigte ihm, dass Medien oder Journalismus nicht seine Welt waren. Näher an den wahren Berufswunsch brachte ihn da schon ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Roten Kreuz: „Es war der Augen-Öffner für mich, dass ich bei der sozialen Arbeit mit Menschen schon auf der richtigen Ebene war“, sagt Mayer. Das Nachdenken in diesem Jahr führte den heute 29-Jährigen 2014 endgültig auf den religiösen Weg, sprich auf die katholische Stiftungs-Fachhochschule in Benediktbeuern, wo er Religionspädagogik lernte, was ihn ohne Weihe zum Gemeindereferenten befähigt.

Neuer Referent in Nördlingen: Gesprächsabende mit anderen Studenten habe ihn geprägt

Mayer genoss die Atmosphäre mit der Nähe zu Bergen, ursprünglicher Landschaft, Mooren, weitläufigem Klostergelände in Verbindung mit dem geistlichen Leben der Salesianer-Mönche, die wöchentlich Messen und offene Gesprächsabende mit den Studenten aus ganz Deutschland abhielten und thematisch sehr prägten. Auf ein praktisches Semester in der Pfarreiengemeinschaft Burgheim bei Neuburg folgte die Assistenzzeit in Buchloe, wo er mit relativ großer Verantwortung „ins kalte Wasser gestoßen wurde“, wie er sagt. In diese Zeit fielen auch seine Corona-Erfahrungen, die anfangs sehr hart waren: „Das Hauptaugenmerk meiner Arbeit liegt auf den Menschen; ohne direkten Kontakt blieb da kaum etwas.“ Umso mehr lernte er in dieser Lage die sozialen Medien schätzen, lud täglich Wortgottesdienste auf YouTube, ebenso Familiengottesdienste und am Karfreitag einen Kinderkreuzweg.


Über seine Gemeinden hinaus kamen begeisterte Rückmeldungen dazu und er zog ein Fazit: „Ich hoffe sehr, dass auch nach Corona etwas von dieser Art des Kontaktes bleibt. Wir haben die soziale Verantwortung, auch über die sozialen Medien die Menschen eine Nähe zur Kirche spüren zu lassen und ihnen so Zugriff auf geistliche Inhalte zu geben.“

So ist auch für seine künftige Arbeit im Ries der Plan, dass er verstärkt soziale Medien einsetzt. Der Mensch bleibt für ihn dabei im Mittelpunkt, erste Treffen etwa mit Familienpastoralen, Mesnern oder Pfarrgemeinderäten sind schon vorbereitet. Er legt großen Wert darauf, in allen Gemeinden von St. Salvator gleichermaßen präsent und aktiv zu sein: „Ich will den Begriff ‘Pfarreiengemeinschaft’ leben.“

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