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Volksfest

14.11.2019

Nördlinger Mess': So arbeiten die neuen Festwirte

Petra und Peter Schöniger sind die neuen Festwirte auf der Nördlinger Mess’. Die Familie lebt in Abensberg. Das Unternehmen wurde vom Vater von Peter Schöniger, Heinz Schöniger, im Jahr 1971 gegründet.
Foto: Eckel/Schöniger

Plus Die Familie Schöniger wird 2020 das Festzelt auf der Nördlinger Mess’ übernehmen. Wie ihr Konzept auf anderen Volksfesten ankommt

Genau eine Woche ist es her, seit der Nördlinger Stadtrat beschlossen hat, dass die Familie Schöniger neuer Festwirt auf der Mess’ 2020 wird. Selten hat ein nicht-öffentlicher Beschluss des Stadtrates so viel Reaktionen ausgelöst – der neue Festwirt war in den vergangenen Tagen Gesprächsthema in der Stadt und im Ries. Grund genug, einmal nachzufragen, wer diese Schönigers eigentlich sind.

Die Festhalle Bayernland wurde 1971 von Heinz Schöniger gegründet. 2006 übergab der Senior an den Junior Peter und seine Frau Petra, 2011 verstarb Heinz Schöniger nach schwerer Krankheit. Peter Schöniger ist Zeltrichtmeister. Seine Frau Petra hat Steuerfachgehilfin gelernt, wie sie im Telefongespräch mit unserer Zeitung sagt. Sie ist für die Finanzbuchhaltung zuständig. Festwirtin ist sie sehr gerne. Das Schönste daran sei, dass man immer wieder neue Leute kennenlerne, egal wo man ist. Die Geschäftsadresse der Festhalle Bayernland ist zwar in München, die Familie Schöniger wohnt aber in Abensberg. Dort wird auch das Zelt über den Winter eingelagert. Die Festwirte lehnen sich in der kalten Jahreszeit allerdings nicht zurück, sie betreiben mehrere Imbisse und haben unter anderem auf dem Christkindlesmarkt in Abensberg einen Stand.

Küchenchef der Festhalle Bayernland ist Florian Schlenzger. Petra Schöniger sagt, dass man sich mit ihm zusammen immer wieder neue Speisen überlege: „Wir wollen nicht jedes Jahr die gleiche Speisekarte anbieten.“ Sicher gebe es immer die typischen Gerichte – doch dazu komme stets etwas Neues. Immer auf der Karte seien auch vegetarische und vegane Speisen, betont Petra Schöniger. Sie selbst isst kaum Fleisch und ärgert sich, wenn in Restaurants kein vegetarisches Gericht angeboten wird – und man als einzige Auswahl die Beilagen hat. Viele Bedienungen arbeiten die ganze Saison über bei den Schönigers, dazu kommen Kräfte aus der Region, in der das jeweilige Volksfest stattfindet.

Schon seit 40 Jahren auf dem Hopfenfest

Schon seit fast 40 Jahren ist die Familie auf dem Hopfenfest in Mainburg vertreten, auch auf dem Gallimarkt in der Stadt bauen die Schönigers ihr Festzelt auf. Inge Schlemmer von der Stadtverwaltung sagt, es laufe sehr gut mit der Abensberger Wirtsfamilie. Das Essen sei „nur vom Feinsten“ – Schlemmer schwärmt vom Knödelcarpaccio mit Pfifferlingen, das sie in diesem Jahr im Festzelt gegessen habe. Mit dem Festwirt wurde zuletzt ein Drei-Jahres-Vertrag abgeschlossen, beauftragt wird er von der städtischen Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft.

Für das Gillamoos in Abensberg entscheidet die Stadt lediglich, welche Brauereien sie zulässt – die wiederum suchen sich einen Festwirt aus. Seit mehr als 40 Jahren falle die Wahl auf die Festhalle Bayernland, sagt Marktmeister Heribert Eichstädter. Man sei mit den Schönigers sehr zufrieden: „Alles wird vor Ort frisch gekocht.“ Und die Zahl der Bedienungen sei immer ausreichend. Am Samstag habe es beim letzten Gillamoos Ente gegeben, am Sonntag Ochsen und am Montag Spanferkel, berichtet der Abensberger Marktmeister.

Die Familie Papert, die bislang Festwirt auf der Nördlinger Mess’ war, soll das beim Stabenfest bleiben. Zwar war im Vorfeld gemunkelt worden, dass es auch für dieses Nördlinger Traditionsfest weitere Bewerbungen gegeben habe. Doch Oberbürgermeister Hermann Faul widerspricht diesen Gerüchten auf Anfrage der Rieser Nachrichten: Für das Stabenfest gebe es nur die Bewerbung von Papert.

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