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07.01.2019

Nördlinger Mess’ beginnt schon am Freitag

Die Nördlinger Mess’ wurde vor 800 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt. Dieses Jubiläum wird in der Stadt in diesem Jahr besonders gefeiert.

Plus Vor 800 Jahren wurde die Nördlinger Pfingstmesse das erste Mal erwähnt. Was zu diesem besonderen Jubiläum geplant ist und welches Fahrgeschäft nach Jahren wieder kommt.

2019 wird ein besonderes Jahr für Nördlingen. Nicht nur, weil im September das Stadtmauerfest stattfindet und sich die Kandidaten für die Nachfolge von Oberbürgermeister Hermann Faul in Stellung bringen. Nein, es ist auch das Jahr, in dem 800 Jahre Nördlinger Mess’ gefeiert wird. Die wurde 1219 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Ein Jubiläum, für das einiges geplant ist, wie Oberbürgermeister Hermann Faul auf Nachfrage der Rieser Nachrichten verrät.

Gibt es eine Mess' in der Innenstadt?

In der Stadt war bereits Ende vergangenes Jahr gemunkelt worden, dass ein Teil der Mess’ heuer innerhalb der Stadtmauern stattfinden könnte. Bis zu Beginn der 60er Jahre wurden die Fahrgeschäfte in der Innenstadt aufgebaut – und so mancher Rieser erinnert sich noch heute wehmütig an die großen Biergärten. Das Gerücht stimmt zwar auf der einen Seite, auf der anderen aber auch wieder nicht. Eine „Alte Mess“, ähnlich wie die „Oide Wiesn“ in München, werde es in der Innenstadt nicht geben, sagt Faul. Hin und her habe man überlegt – aber schon die Versorgung der Fahrgeschäfte mit Strom sei in der Innenstadt nicht zu stemmen. Dazu komme noch der Verkehr, der über die gesamte Dauer des Volksfestes hinweg behindert werden würde. Nur eine kleine alte Mess’ in der Innenstadt und der Rest auf der Kaiserwiese war keine Option, Faul: „Wir wollen die Mess’ beieinanderhaben.“

Die Messwoch' beginnt schon am Freitag und nicht wie üblich am Samstag

Pfingstwoch’ aus, Messwoch’ ein gilt zwar auch 2019, doch das Fest beginnt nicht erst am Samstag, 22. Juni, sondern bereits am Freitag, 21. Juni. Zunächst werde man gemeinsam einen Vespergottesdienst in Sankt Georg feiern, sagt Faul. Danach werde es Musik auf dem Marktplatz geben und einen kleinen Umzug auf die Kaiserwiese. Dort ist ein Jubiläumsabend mit geladenen Gästen geplant. Der Umzug am Samstag mit Bieranstich findet dennoch wie gewohnt statt. Am 24. Juni steht der Seniorennachmittag auf dem Programm, am 25. Juni der Abend der Vereine, am 26. Juni der Familiennachmittag. Und am 27. Juni werden viele Gäste wieder das große Brillant-Musik-Höhenfeuerwerk bewundern, bevor die Mess’ am 1. Juli mit dem Herrenmontag ausklingt. Oberbürgermeister Faul konnte in seiner Amtszeit bereits 600 Jahre Stabenfest feiern. Jetzt folgt das Jubiläum der Mess’ – und das sei doch etwas Besonderes, meint er.

Im Stadtmuseum werde es zudem eine Ausstellung zum Jubiläum geben, beim Neujahrsempfang wird Stadtheimatpfleger Dr. Wilfried Sponsel zum Thema sprechen, so Faul. 1974 referierte Dietmar Voges, der damalige Leiter des Stadtarchives, über das Thema „Werden und Wirken der Pfingstmesse“. Dieser Beitrag ist im Buch „Die Reichsstadt Nördlingen. 12 Kapitel aus ihrer Geschichte“ abgedruckt. Voges beschreibt darin die erste Erwähnung der Nördlinger Mess’ wie folgt: Im November 1219 gewährte der Stauferkönig Friedrich II. der Königsstadt Nürnberg ein Privileg. Und darin heißt es unter anderem, dass die Nürnberger Bürger auf dem Markt in Nördlingen mit Nürnberger Gold- und Silbermünzen kaufen und tauschen dürfen.

Früher Markt, heute Volksfest

Denn das war die Mess’ einst: ein großer, bedeutender Markt. Heute ist sie ein Volksfest, mit Bierzelt, Biergarten, Fahrgeschäften, Buden und Fieranten. Die Jubiläumsmess’ habe man unter das Motto „Familientreffen“ gestellt, sagt Ordnungsamtschef Jürgen Landgraf. Nur Stammbeschicker werden kommen, unter anderem wird ein Riesenrad aufgebaut. Nach vielen Jahren reist auch die Zugspitzbahn wieder nach Nördlingen. „Die kam früher jedes Jahr, als die Mess’ noch in der Innenstadt war“, sagt Landgraf, sie stand auf dem Bretter- oder dem Obstmarkt.


Das Jahr 2019 wird auch spannend, weil sich die Bürgermeister-Kandidaten in Stellung bringen. Welchen Ideen der Kandidat der PWG Nördlingen David Wittner für die Zukunft der Stadt hat und weshalb er sich vorstellen kann, die Stadt ganz für den Verkehr zu sperren, lesen Sie hier: PWG startet mit Wittner in den Wahlkampf

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