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Nördlingen

30.06.2020

Nördlinger Stadtrat behandelt Egerviertel: Bürger setzen Protest fort

Bürger sammeln weiter Unterschriften gegen das Projekt.
Bild: Philipp Wehrmann

Plus Nichtöffentlich war das Projekt bereits Thema im Stadtrat. Eine Nördlinger Initiative sammelt weiter Unterschriften dagegen und plant einen Infostand.

Der Stadtrat hat sich nach der Wahl bereits mit dem Bauprojekt Egerviertel befasst. Das erfuhr unsere Redaktion aus Stadtratskreisen. Doch Anfang Juli soll das Projekt auf die Tagesordnung kommen.

Eine Sprecherin des Unternehmens Eco Residential aus Augsburg sagte unserer Redaktion, das Bauvorhaben werde am 9. Juli öffentlich in einer Stadtratssitzung behandelt werden. Thema sollen unter anderem Änderungen an den Bauplänen sein. Denn vor der Kommunalwahl im März waren genau diese hoch umstritten in Nördlingen. Mit dem Egerviertel sollen auf dem ehemaligen Ankergelände in der Nördlinger Altstadt rund 80 Wohneinheiten, darunter 26 seniorengerechte, eine große Kindertagesstätte mit Hort, eine Beratungsstelle, ein Café und Büros entstehen. Umstritten ist das Projekt in Nördlingen nicht nur wegen seiner Größe, vor allem die geplante Tiefgarage mit 125 Stellplätzen sorgte für Diskussionen.

Der Nördlinger Stadtrat sollte das Egerviertel erst nach der Wahl behandeln

Im Februar haben die Projektverantwortlichen angekündigt, das Verfahren im Stadtrat bis nach der Wahl ruhen zu lassen. Nun geht es offenbar weiter. Rudi Scherer, Sprecher der Stadt Nördlingen, bestätigte, dass das Projekt in der Vollsitzung auftauchen wird. Der genaue Tagesordnungspunkt stehe noch nicht fest. Nach Informationen unserer Redaktion soll kurz vor der Sitzung ein Vor-Ort-Termin am ehemaligen Anker-Gelände stattfinden.

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Derweil formiert sich wieder Protest gegen das Vorhaben: Am Samstag, 4. Juli, wird eine „Initiative zur altstadtgerechten Bebauung des ehemaligen Ankerareals“ einen Infostand in der Fußgängerzone während des Wochenmarktes erstellen, um die vor der Coronapandemie begonnene Unterschriftenaktion fortzuführen, teilt Eigner-Chef Werner Luther mit, der einer der Organisatoren ist. Die Initiative kritisiert die geplante Tiefgarage, die Höhe des Gebäudes, Ausnahmen von der Altstadtsatzung und befürchtet Verkehrsprobleme.

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30.06.2020

Man soll doch froh sein, wenn sich ein Investor findet, um die vorhandene Fläche zu bebauen. Die Gebäude ragen jetzt auch schon über die Stadtmauer, wie zahlreiche andere in der Altstadt auch. Es gab bisher und wird immer Ausnahmen von der Altstadtsatzung im Rahmen des möglichen geben!!! Bisher war eine Brauerei, ein Verkaufsraum mit Lieferverkehr vorhanden, somit dürfte der Anliegerverkehr und Verkehr für die Kita nicht viel stärker ins Gewicht fallen. Eine Möglichkeit wäre aber auch die Altstadt für die motorisierten Fahrzeugverkehr zu sperren und nur noch für Anwohner mit Sondererlaubnis freizugebebn.

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