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B-29-Ausbau

09.02.2015

Nord-Trasse rückt wieder in den Fokus

Die Variante am Ipf vorbei ist vom Tisch. Kritik vom Grünen-Kreisverband

In die Trassendiskussion um eine direkte Anbindung der Bundesstraße 29 von Nördlingen zur Röttinger Höhe bei Lauchheim ist erneut Bewegung gekommen. Die bereits aus dem Rennen scheinende Nordvariante von Wallerstein vorbei an Benzenzimmern, Dirgenheim, Kerkingen und von dort wieder südwestlich Richtung Röttinger Höhe gewinnt in der Machbarkeitsstudie des Ostalbkreises überraschend wieder an Bedeutung. Grund: Die sogenannte „Ipf-Trasse“, die nach einer Südumgehung Pflaumlochs in nordwestlicher Richtung zwischen Blasienberg und Ipf vorbeilaufen sollte, ist vom Tisch.

Ostalb-Landrat Klaus Pavel verkündete bei einer Veranstaltung in Bopfingen das Aus für diese Variante, weil sie schlichtweg zu teuer käme. Ein Gutachten des Ingenieurbüros Brenner aus Aalen habe dies ergeben. Als weitere Knackpunkte nannte Pavel den Anschluss Trochtelfingens, landschafts- und umweltschutzrelevante Aspekte rund um den Ipf und das Sechta-Tal sowie ein erheblicher Anstieg zum Endpunkt Röttinger Höhe.

Jetzt soll neben der auch nicht unumstrittenen Südvariante über das Härtsfeld die Nord-Alternative parallel zur Landesstraße 1060 in der Machbarkeitsstudie favorisiert und letztlich nach Berlin für die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des kommenden Bundesverkehrswegeplanes, der 2016 vom Bundestag verabschiedet werden soll, vorgesehen werden. Pavel will zwei Vari-anten anmelden.

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Wie mehrfach berichtet, ist der Nördlinger CSU-Bundestagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange, in engem Kontakt mit den Verantwortlichen im Aalener Landratsamt. Lange ist derzeit bemüht, in Berlin die Weichen für eine Aufnahme des Mammutprojektes in den neuen Verkehrswegeplan des Bundes zu stellen. Derzeit befindet er sich in Gesprächen mit den zuständigen Fachbeamten im Verkehrsministerium, die am Ende nach genau festgelegten Kriterien entscheiden, ob das Vorhaben eine Chance hat, in den vordringlichen Bedarf zu gelangen. Bekanntlich eröffnet nur diese Kategorie die Chance auf einen Bau einer B 29 in den nächsten zehn bis 20 Jahren. Skeptisch äußert sich der Kreisverband der Grünen im Ostalbkreis zu allen vorgeschlagenen Trassen. Es sei zu befürchten, dass vermeintlich schnellere Trassen zusätzlichen Verkehr aus dem benachbarten Bayern anziehen würden.

Zudem halten die Grünen keine der Vorschläge aus ökologischen Gesichtspunkten für genehmigungsfähig. Als Alternative schlagen sie Lärmschutzmaßnahmen und Geschwindigkeitsbegrenzungen in den Orten entlang der B 29 vor. Zudem müssten die geltenden Lkw-Durchfahrtsverbote strikt kontrolliert werden.

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