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OB-Wahl

31.01.2020

OB-Kandidat David Wittner: Mit fünf „Ws“ zum Ziel

David Wittner kandidiert für die PWG bei der Oberbürgermeisterwahl am 15. März in Nördlingen.
Bild: Szilvia Izsò

Plus David Wittner will Nördlingens neuer Oberbürgermeister werden. Er kandidiert für die PWG. In Holheim geht er ausführlich auf das Thema Mobilität ein.

Die Zeichen stehen auf Zukunft an diesem Abend im Holheimer Gemeindezentrum. Fasching steht vor der Tür, seine Vorboten sind bunte Girlanden und Luftschlangen. Festlich geschmückt ist der Saal, Holheim freut sich auf das, was kommt. Auch der junge Mann, der hier vor den geschätzt 30 Hol-heimer Bürgern steht und von seinen Ideen spricht, auch er hat die Zukunft fest im Blick. Oberbürgermeister von Nördlingen will der 37-Jährige werden, vorangehen soll es mit seiner Heimatstadt. David Wittner, der Kandidat der PWG, ist gut drauf an diesem Abend. Er wirkt energiegeladen, hellwach, gut gelaunt. Und das, obwohl es seine vierte Wahlversammlung in Nördlingens Ortsteilen innerhalb einer Woche ist.

Wittner hilft seine Erfahrung als Sportler

Ein straffes Programm also, das sich Wittner im Endspurt des Wahlkampfs selbst abverlangt. Da kommt ihm seine Erfahrung als Sportler und Marathonläufer zugute. Zudem war Wittner Fußballspieler und -trainer und hält sich heute als dreifacher Familienvater unter anderem mit Fahrradfahren fit. Ausdauer und Motivation – das hat er, das spürt man, wenn man seinem Vortrag zuhört. Er spricht frei, liest keine Sekunde ab, hat sein Publikum fest im Blick. Wittner wäre nicht Wittner, wenn er an einem solchen Abend nicht perfekt vorbereitet wäre. Er startet seine Präsentation, indem er seine persönliche Beziehung zu dem Ortsteil beschreibt, das kommt gleich zu Beginn gut an bei den Zuhörern. Er spricht die Holheimer direkt an, spult nicht einfach nur ein Programm ab. Die Zuhörer danken es ihm, die Stimmung im Saal ist von Anfang an gelöst und lebhaft, aber auch konzentriert und interessiert.

Wittner spricht fokussiert und bringt seine Ideen für Nördlingen schnell auf den Punkt. Dabei lacht er bei aller Professionalität oft und gern, er fühlt sich offenbar wohl in der Rolle des jüngsten OB-Bewerbers. „Haben Sie keine Angst, dass ich zu jung sein könnte“, sagt er. „Ich bin bereit, auch in mehrere Runden zu gehen.“ Dabei spielt er auf eine mögliche Stichwahl nach dem 15. März an. Sportlich wie er ist, wird Wittner die Puste nicht ausgehen. Denn auch das spürt man sofort: Dieser Mann will. Er hat ein festes Ziel vor Augen: Den Chefsessel im Rathaus. Seit zehn Jahren ist Wittner Leiter der Tourist-Information. Für den noch amtierenden Oberbürgermeister findet Wittner warme Worte. Er schätze und bewundere Faul und sei beeindruckt, mit welcher Herzlichkeit dieser agiert habe. Das wolle er bewahren, sollte er dessen Nachfolger werden.

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Der PWG-Kandidat will die Ortsteile besser anbinden

Die Zukunft von Nördlingen will Wittner gestalten und hat für sein Vorhaben Leitlinien als griffige fünf „Ws“ formuliert: Dazu gehören Wirtschaft und Arbeit, Wohnen und Leben, Werte, Wittner und Wir. Ausführlich geht der OB-Kandidat auf das Reizthema Mobilität ein. „Die Ortsteile müssen wir besser anbinden“, fordert er. Und denkt auch an den Fernverkehr. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Nördlingen abgeschnitten wird.“ Die Anbindung an die drei umgebenden Metropolen Stuttgart, München und Nürnberg hält er für essenziell. „Wir legen den Fokus auf die Schiene. Das Ries darf nicht abgehängt werden.“ In rascher Abfolge benennt Wittner die Leitlinien, lässt sich dabei jedoch genug Zeit, seine Vorstellungen präzise zu formulieren. So dürfe Nördlingen unter keinen Umständen eine „Schlafstadt“ werden, wie es so vielen Städten vergleichbarer Größe passiert sei. Die Grünflächen in und um Nördlingen sowie den Stiftungswald möchte er im Sinne des Umweltschutzes fördern, Ortsteilbudgets einführen, bedarfsgerechten Wohnraum schaffen. Die Liste ist lang. Es passt zum Fußballer und Teamplayer Wittner, dass er seine Präsentation immer wieder unterbricht und den jeweiligen Spezialisten in seinem Team das Wort erteilt. Nach einer knappen Stunde ist Wittner durch mit der Vorstellung seines Programms. Kurzweilig und faktenreich war es. Eine lebhafte Diskussion mit den Bürgern im Gemeindezentrum folgt. Wittner und sein Team werden gelöchert. Da geht es von der Parkplatzsituation in der Stadt über die Erreichbarkeit von Apotheken bis hin zur Frage nach einem Ärztehaus. Wittner bleibt bei seiner Linie, zeigt sich kämpferisch und gut informiert. Eine gewisse Spannung kann Wittner am Ende dieses Abends nicht verhehlen. Der 15. März, der Wahlsonntag, rückt näher. Fest steht: David Wittner wird auf der Zielgeraden noch mal richtig Gas geben.

Mehr zu den Kandidaten für die OB-Wahl finden Sie hier in einem Überblick: OB-Wahl 2020 in Nördlingen: Das sind Termin und Kandidaten

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