Newsticker
Dänemark verzichtet auf Corona-Impfstoff von Astrazeneca
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. OB-Kandidat Steffen Höhn ist für Nördlingen vernetzt

OB-Wahl Nördlingen

29.01.2020

OB-Kandidat Steffen Höhn ist für Nördlingen vernetzt

Steffen Höhn tritt bei der OB-Wahl in Nördlingen am 15. März für die CSU an.
Foto: Szilvia Izsò

Plus Steffen Höhn tritt am 15. März in Nördlingen als Kandidat der Christsozialen an. Er spricht nüchtern – wird aber inhaltlich sehr deutlich. Vor allem bei der Grundschule Mitte.

Vier konkrete Gründe nennt Steffen Höhn den Löpsingern an diesem Abend, warum sie gerade ihn zum neuen Nördlinger Oberbürgermeister wählen sollten.

Erstens sei er unabhängig, bringe frische Impulse mit und gehöre nicht dem Stadtrat oder gar der Verwaltung an. Deren Abläufe müsse man analysieren und anpassen, das sei eine zentrale Aufgabe des neuen Rathauschefs: „Deshalb kann der OB nicht selbst aus der Verwaltung kommen.“ Zweitens sei er, Höhn, mit dann 41 Jahren nicht mehr zu jung für diese Aufgabe, habe aber noch viel Perspektive. Drittens verfüge er als CSU-Kandidat als einziger über ein überregionales Netzwerk – Nördlingen brauche Partner in München und Berlin. Und viertens, so sagt der Familienvater über sich, könne er gut zuhören, Probleme ernst nehmen und Lösungen finden. Genau diese Fähigkeiten werden die Löpsinger an diesem Abend noch ausgiebig testen.

Warum Steffen Höhn Oberbürgermeister in Nördlingen werden will

Der beginnt mit einer Wahlkampfrede des CSU-Kandidaten. Höhn referiert mit ruhiger Stimme, schaut hin und wieder auf die Zettel in seiner Hand. Vor Herausforderungen habe er keine Angst, sagt der (noch) 40-Jährige, er vertraue auf eine starke Gemeinschaft vor Ort. Nördlingen sei noch eine echte Heimat, die Familie die Keimzelle. Viele Nördlinger Kinder besuchen die Grundschule Mitte – und was in Sachen Anbau in der Vergangenheit abgelaufen ist, kritisiert Höhn: „Eine zukunftsfähige Schulpolitik sieht anders aus.“ Es gebe derzeit keinen Plan B für den Anbau, viel Geld sei schon in Planungskosten geflossen, viel Zeit vergangen: „So etwas darf uns nicht mehr passieren.“ Die Verantwortlichen hinterließen dem neuen Stadtrat und dem neuen OB eine „Bürde“. So deutlich diese Kritik inhaltlich ist – Höhn macht daraus keine Schimpftirade, keine emotionale Anklage.

Nein, er stellt nüchtern und sachlich klar, wofür er und die Christsozialen ständen. Für eine gute Wirtschaftspolitik beispielsweise, denn Nördlingen brauche starke Unternehmen und gute Arbeitsplätze. Deshalb sei der dreistreifige Ausbau der B25 auch wichtig, die Bundesstraße sei „unsere Lebensader“. Dringend benötigt werde zudem ein Wohnheim für Schüler und Azubis. Das Hochschulzentrum am TCW – Höhn nennt es ein „echtes Baby der CSU“ – sei „Wirtschaftsförderung pur“. Als einzige Fraktion im Stadtrat habe die CSU gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer gestimmt.

CSU-Kandidat über bezahlbaren Wohnraum

Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum bezeichnet der Familienvater als „die soziale Frage“. Seine Lösung: Eine Erweiterung des Wemdinger Viertels, wo Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden können, mit einem Einheimischen- und einem Sozialmodell. Die Möglichkeit, sich ein eigenes Haus leisten zu können, sei der Trumpf der Region gegenüber den Städten. Höhn redet nicht nur über die Kernstadt, er hat auch Angebote für die Bürger in den Stadtteilen: Dort will er Sanierungsgebiete einrichten, um Steuervorteile zu ermöglichen. Radwege will er weiter ausbauen und jedes Jahr einen Termin in jedem Ortsteil anbieten.

Mehrmals verweist Höhn auf die Stärke der CSU, auf die Mandatsträger, die so manches Projekt in der Region mit ihrem Einfluss erst möglich gemacht hätten. So komme Nördlingen dank CSU-Bundestagsabgeordnetem Ulrich Lange – für ihn arbeitet Höhn – in den Genuss einer Bundesförderung für die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades. Das solle in Zukunft auch Spaß machen, fordert der 40-Jährige, über eine Sauna, einen Kinderbereich, eine Rutsche und ein Warmwasserbecken verfügen. Kurz geht der Kandidat auf die Probleme in Löpsingen ein – auf das Sportheim, auf ein „schwieriges Anwesen“ am Ortseingang. Er bietet Lösungen an – genauso wie in der folgenden Fragerunde. Doch er vermeidet es, zu viel zu versprechen. Etwa, als ein Bürger ein großes Parkhaus in der Altstadt fordert und Höhn die Hürden dafür aufzeigt.

Die Löpsinger haben Geduld und Sitzfleisch, immer wieder gibt es neue Wortmeldungen. Höhn meint am späten Abend schmunzelnd: Er könne weitermachen, er habe Kondition. Ohne Scheu antwortet er auf ganz private Fragen. Zum Beispiel auf die, wie das denn mit seinen drei kleinen Kindern sei, wenn er OB wäre. Mittags wolle er daheim sein, kündigt er an. In die Politik gehe er aus Überzeugung. Deshalb werde er sich auch da einbringen, wo ihn die Bürger „hinwählen“ – sei es in den OB-Sessel oder auf den Stuhl eines Stadtrates.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren