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Nördlingen

23.03.2020

OB-Wahl in Nördlingen: Die Wahlurne kommt zu den Bürgern

In der Corona-Krise bietet die Stadt für die Wahl einen besonderen Service.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Plus Am kommenden Sonntag entscheidet sich, wer Oberbürgermeister Hermann Faul nachfolgt. Welchen besonderen Service die Stadt Nördlingen in Corona-Zeiten jetzt anbietet.

Es ist eine Wahl in außergewöhnlichen Zeiten: Am Sonntag entscheidet sich, wer Nördlingens neuer Oberbürgermeister wird. In der Stichwahl treten Steffen Höhn (CSU) und David Wittner (PWG) gegeneinander an. Die Bürger haben ausschließlich per Briefwahl die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. In zahlreichen Haushalten lagen die Wahlunterlagen bereits im Briefkasten. Am Montag habe die Stadtverwaltung weitere 2500 Briefe in die Post gegeben, sagt Daniel Wizinger, stellvertretender Wahlleiter.

Wahlberechtigte, die bis zum Mittwoch, 25. März, per Post keinen Wahlschein mit Briefwahlunterlagen erhalten haben, können sich beim Wahlamt der Stadt melden: Telefon 09081/84162 oder per Email wahlen@noerdlingen.de. Die letzte Möglichkeit, die nicht zugestellten Briefwahlunterlagen abzuholen, ist am Wahlsonntag, 29. März. Das Bürgerbüro in der Eisengasse 6 ist an diesem Tag von 13 bis 15 Uhr geöffnet.

Durchgeschnittene Dokumente dürfen zusammengeklebt werden

Sofern beim Öffnen der Briefwahlunterlagen entweder der Wahlschein, das Stimmzettel-Kuvert oder gar der Stimmzettel durchschnitten wurden – kein Problem, teilt die Stadt mit: einfach zusammenkleben. Die Verwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass zusammengeklebte Wahlscheine, Kuverts oder Stimmzettel gültig sind. Wie bei allen Briefwahlen muss der Wahlschein unterschrieben, der Stimmzettel in das dafür vorgesehene weiße Kuvert gegeben werden und dieses verschlossen sein.

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Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen können die Bürger zum einen per Post an die Stadt schicken. Dafür muss man den Umschlag nicht einmal frankieren, sagt Wizinger: „Wie schon in den vergangenen Jahren übernimmt die Stadt Nördlingen die Kosten.“ Er rät, den Umschlag bis spätestens Donnerstag, 26. März, in die Post zu geben. Selbstverständlich könne man die Briefwahlunterlagen auch direkt zum Rathaus nach Nördlingen bringen und dort in einen der Briefkästen stecken. Die werden am Wahlsonntag um 18 Uhr geleert – bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Wahlunterlagen also abgegeben sein.

Zwei Mitarbeiter fahren mit Urnen durch die Stadt

Die Stadt Nördlingen bietet in diesen Krisenzeiten noch einen besonderen Service: Mitarbeiter der Verwaltung – konkret Ordnungsamtschef Jürgen Landgraf und Michael Fischer – werden am Wahlsonntag mit Wahlurnen zu bestimmten Stellen in der Stadt sowie in die Stadtteile fahren. Zu festgeschriebenen Zeiten können die Bürger ihre Wahlunterlagen dann in diese Urnen einwerfen – und sparen sich damit den Weg zu Briefkasten oder in die Innenstadt, wie Wizinger erklärt.

In einem Brief an die Wahlberechtigten wird genau beschrieben, welche Autos die beiden Mitarbeiter fahren, wie deren Kennzeichen lauten und zu welchen Terminen sie wann sind. Zwei Beispiele: Für die Bürger des Südtiroler Viertels wird am kommenden Sonntag von 11.30 bis 12 Uhr ein weißer Hyundai Tucson auf dem Friedhofsparkplatz stehen. Ein silberner Opel Astra kommt am Wahltag zwischen 12.15 Uhr und 12.45 Uhr zum Grosselfinger Feuerwehrhaus.

Einige Wahlhelfer baten darum, vom Dienst befreit zu werden

Ausgezählt wird die OB-Wahl erst ab Sonntagabend, 18 Uhr. Rund 220 Wahlhelfer werden insgesamt im Einsatz sein, sagt Wizinger. Man werde nicht nur in der Berufs- und der Schillerschule, sondern auch in der Schillerturnhalle auszählen. Einige Wahlhelfer hätten bereits gebeten, von ihrem Dienst befreit zu werden, weil sie Vorerkrankungen haben. Wizinger sagt: „Dem Wunsch kommen wir natürlich nach.“ Die Regel, mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen zu halten, könne bei den Wahlteams wohl nicht immer umgesetzt werden. Und bei der vergangenen Wahl am 15. März habe man von übergeordneter Stelle die Anweisung erhalten, Mundschutz und Desinfektionsmittel, die ja knapp seien, dem medizinischen Fachpersonal zu überlassen, sagt Wizinger.

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