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Bürgermeisterwahl

03.11.2019

Oettingen: Das sind die Ziele von SPD-Kandidat Thomas Heydecker

Die Oettinger SPD hat Thomas Heydecker für die Bürgermeisterwahl 2020 einstimmig nominiert. Der 33-Jährige tritt gegen Amtsinhaberin Petra Wagner an.
Bild: Bernd Schied

Plus Die Oettinger Sozialdemokraten wollen mit dem 33-Jährigen Amtsinhaberin Petra Wagner bei der Wahl 2020 schlagen.

Bei der Entscheidung, doch für das Oettinger Bürgermeisteramt kandidieren zu wollen, spielten die Berge für Thomas Heydecker eine entscheidende Rolle. Bei einer anspruchsvollen Tour mit seiner Frau auf dem 5600 Meter hohen Elbrus, der höchsten Erhebung Russlands in der Weite des Kaukasus, habe er sich entschlossen, dem entsprechenden Wunsch des örtlichen SPD-Ortsvereins nachzukommen, sagte der 33-jährige studierte Volkswirt bei einer Mitgliederversammlung am Wochenende im Gasthaus zur Goldenen Gans. Heydecker hatte den Genossen im Laufe des Jahres bereits zweimal abgesagt.

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Diese haben jedoch nicht locker gelassen. In dem jungen Mann, dessen Name bis dato noch nicht vielen Oettingern geläufig ist, sehen sie einen Hoffnungsträger für die SPD, der in der Lage sein könnte, die amtierende Rathauschefin Petra Wagner vom Bürgermeistersessel zu verdrängen. Möglicherweise wäre Thomas Heydecker nach der Bekanntgabe seiner Bewerbung etwas mehr Aufmerksamkeit zuteil geworden, hätte er nicht mit seiner Heirat den Namen seiner Frau angenommen. Sein Vater ist nämlich kein Unbekannter in der Fürstenstadt. Hermann Laznicka war viele Jahre Geschäftsleiter der Oettinger Verwaltungsgemeinschaft.

Einstimmiges Votum für Thomas Heydecker

Die Sozialdemokraten nominierten Heydecker in der Goldenen Gans einstimmig zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Sie sind voller Hoffnung, dass die Amtszeit von Petra Wagner als Oettinger Rathauschefin lediglich eine Episode ist. Thomas Heydecker hielt eine rund 45-minütige, sehr sachliche Rede ohne jegliche Polemik. Er sparte allerdings nicht mit Kritik an der amtierenden Rathausspitze.

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Die Zeit für einen Wechsel im Rathaus sei gekommen. Es müsse wieder eine vorausschauende und zielgerichtete Arbeit gemacht werden. „Agieren statt reagieren, gestalten statt nur verwalten“, sollte die künftige Ausrichtung in der Oettinger Stadtpolitik lauten, meinte der Kandidat. Darüber hinaus müssten „Hinterzimmer-Entscheidungen“, wie etwa die im Fall des Hotels Krone, der Vergangenheit angehören. Vielmehr gelte es, Offenheit und Transparenz ins Rathaus einziehen zu lassen. Im zweiten Teil seiner Rede nannte Thomas Heydecker einige Vorhaben, die er im Fall seiner Wahl umsetzen will. Ganz oben auf der Liste stehe für ihn, den Bürgerdialog in Oettingen dauerhaft zu stärken. „Jeder Bürger soll die Möglichkeit erhalten, seine Stadt aktiv mitzugestalten.“

Diskussionen ausschließlich öffentlich führen

Außerdem wolle er die Diskussionen im Stadtrat ausschließlich öffentlich führen, mit Ausnahme der Punkte, die vom Gesetz her nichtöffentlich zu behandeln seien. Einen weiteren wichtigen Ansatz sieht der 33-Jährige in der Stärkung des Tourismus. Oettingen und seine Umgebung würden sehr viele Möglichkeiten für einen „sanften Tourismus“ bieten, die man nutzen müsse. Hierzu gehöre beispielsweise auch die Aufwertung des Wohnmobilstellplatzes am Schießwasen.

Heydecker setzt darüber hinaus auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit und kann sich auf diesem Gebiet vorstellen, in Zusammenarbeit mit der Geschäftswelt in Oettingen nur noch recyclebare Verpackungen anzubieten. Ebenso wolle er Vorschläge für eine Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs machen. Vorstellen könne er sich zudem einen „Bürgerladen“ in der Innenstadt, in dem ein soziales Miteinander stattfinde. Die rund 80 Anwesenden, darunter 21 Parteimitglieder, quittierten Heydeckers Vorstellungen mit viel Applaus. Ab sofort sei der Wahlkampf eröffnet, bei dem Hausbesuche eine große Rolle spielen werden, sagte er. Ein detailliert ausgearbeitetes Wahlprogramm werde er zeitnah präsentieren, das auch Ideen für eine Politik in den Stadtteilen enthalte.

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