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Entwicklung

17.01.2019

Oettinger Bauausschuss stellt soziales Wohnprojekt vor

Die Hausnummer 30 Am weißen Kreuz soll abgerissen und saniert werden (vorderer Abschnitt des Gebäudes).
Bild: Verena Mörzl

In Oettingen entstehen sechs neue städtische Wohnungen in der Straße Am Weißen Kreuz. Wie die Planungen aussehen.

Der Oettinger Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung über das weitere Vorgehen beim Bau der Sozialwohnungen Am Weißen Kreuz beraten. Wie berichtet, wird das Gebäude der Hausnummer 30 abgerissen und neu gebaut. Einige Mieter des Gebäudeteils sind bereits vor Monaten in die Hausnummer 28 umgezogen. Wie Bürgermeisterin Petra Wagner auf RN-Nachfrage mitteilt, sei der Umzugsprozess vor mehreren Jahren eingefädelt worden. Immer dann, wenn demnach Bürger aus einer Wohnung im 28er-Haus ausgezogen sind, wurde nicht weitervermietet, sondern eine Wohnung für die Bewohner des 30er-Hauses freigehalten. Ist der Neubau fertig, sollen die Bewohner wieder zurückziehen können.

Stadt baut normales Satteldach, kein Pulkdach

Stadtbaumeister Klaus Obermeyer informierte den Bauausschuss darüber, dass eine favorisierte Änderung der Firstrichtung nicht genehmigt werde, da man mit dem Haus nicht näher als 20 Meter an die Bundesstraße 466 heranrücken dürfe. Deshalb baut die Stadt ein normales Satteldach, kein Pulkdach.

Obermeyer stellte dem Gremium den Bauentwurf vor, der bei der Regierung von Schwaben bezüglich einer Wohnbauförderung eingereicht wurde. Dort werde geprüft, ob für den Zuschuss alle Voraussetzungen erfüllt seien. „Wenn die Zustimmung kommt, werden wir an der Planung weiterarbeiten“, sagte Obermeyer.

Wohnung sind zwischen 49 und 81 Quadratmeter groß

Pro Geschoss sollen zwei Wohnungen entstehen. Insgesamt sind es dann sechs. Im Erdgeschoss betrage die Größe der Wohnungen 56 und 49 Quadratmeter, dazu gehöre jeweils eine Terrasse. Im ersten Stock kann man dann auf 67 und 57 Quadratmeter inklusive Balkon wohnen, im Obergeschoss auf 81 und 54 Quadratmetern. Im sogenannten Spitzboden unter dem Dach sollen die Bewohner noch Räume zum Lagern finden, außerdem werde dort die Heizung untergebracht. Der Neubau wird nicht unterkellert. Im Erdgeschoss befindet sich ein Technikraum.

Laut Wagner soll kein Aufzug gebaut werden, weil der Unterhalt zu teuer wäre. Im Erdgeschoss gebe es zwei barrierearme Wohnungen. Grundsätzlich beschreibt Wagner die neuen Wohnungen als „schön und klein“, die beispielsweise für Alleinerziehende gut geeignet seien.

Wird ein Präzedenzfall geschaffen?

Bernhard Raab (SLO) forderte von der Verwaltung, noch einmal beim Staatlichen Bauamt in Augsburg nachzuverhandeln, ob man nicht doch näher an die B466 bauen könnte. „Die B466 wird ja nicht mehr ausgebaut, ist ja im geschlossenen Ortsbereich“, sagte das Bauausschussmitglied. Obermeyer entgegnete, dass man bereits nachgefragt habe. Die Absage sei damit begründet worden, dass man bei einer Ausnahme einen Präzedenzfall schaffen würde. Wagner sicherte allerdings zu, noch einmal nachzuhaken.

Katharina Kaufmann (PWG) wollte wissen, welche Kriterien man erfüllen müsse, um im Zuge des sozialen Wohnungsbaus in solch eine Mietswohnung einziehen zu dürfen. Daraufhin erklärte Wagner, dass zunächst die früheren Mieter dort einziehen dürfen. Konkrete Kriterien gebe es noch nicht. Rudolf Löhe (CSU/FWG) schlug vor, die Schlafzimmer auf der straßenabgewandten Seite einzuplanen. Er rief die Beschwerden von Anwohnern der B466 in Erinnerung, die wegen des Straßenlärms nachts Probleme hätten, erholsamen Schlaf zu finden. Stadtbaumeister Obermeyer sagte, dass der Grundriss nur wenig Spielraum lasse. Klaus Winter (CSU/FWG) schlug vor, keine Badewannen einzubauen, um Platz zu sparen. Mit seiner Anregung endete die Vorstellung des Vorentwurfs.

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