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Bürgerversammlung

02.11.2018

Oettinger Ortsteil Erlbach ohne Empfang

Bei der Erlbacher Bürgerversammlung ging es um das Thema Internet.

Wer mit dem Handy telefonieren möchte, tut sich im Oettinger Ortsteil schwer. Wie es aussieht, wird sich das so schnell auch nicht verändern.

Die Erlbacher warten weiterhin auf eine ordentliche Mobilfunkversorgung. Sie sind verärgert, weil sie nach wie vor nicht mit ihren Handys oder Smartphones im Ortsbereich telefonieren, geschweige denn Daten übertragen können. Ortsbeauftragter und Stadtrat Helmut Schmidt wies bei der diesjährigen Bürgerversammlung auf gelegentliche Kontakte mit der Deutschen Telekom hin. Dort heiße es, der Bau eines Mobilfunkmasten im Bereich Erlbach/Niederhofen sei wirtschaftlich nicht darstellbar, weil es dort zu wenige Nutzer gebe.

Schmidt hofft nun, dass Erlbach vom geplanten Mast bei Ehingen profitieren könne. Möglicherweise gebe es seitens der Telekom die Möglichkeit, das Bauwerk etwas näher Richtung Erlbach/Niederhofen zu rücken und so den Empfang zu verbessern (wir berichteten).

Der Ortsbeauftragte zeigte sich optimistisch, dass sich die Telekom in absehbarer Zeit doch noch bewegen und für gute Mobilfunkverbindungen in Erlbach und Umgebung sorgen werde.

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Sollte dies auf eigenwirtschaftlicher Basis nicht der Fall sein, bleibe noch das anstehende Förderprogramm des Freistaates Bayern, betonte Bürgermeisterin Petra Wagner. Dabei müssten die Kommunen mit erheblichen Zuschüssen des Staates einen Funkmast selber bauen und unterhalten. Dieses Programm liege derzeit bei der Europäischen Union zur Prüfung.

In Sachen schnelles Internet steht Helmut Schmidt zufolge für Erlbach ein Breitbandausbau mittels Glasfaserkabel in jedes Haus durch die Firma Inexio an. Das Unternehmen habe ihm zugesagt, in absehbarer Zeit auf die Bürger zuzugehen und entsprechende Angebote zu machen. Im Gegensatz zum Mobilfunk könne man mit der Breitbandversorgung bereits jetzt ganz zufrieden sein, sagte Schmidt gegenüber unserer Zeitung.

Kein akuter Handlungsbedarf beim Ausbau des Feuerwehrhauses

Der Ortsbeauftragte wies zudem darauf hin, dass es derzeit keinen akuten Handlungsbedarf beim Ausbau des Feuerwehrhauses gebe, weil die Familie Deeg signalisiert habe, ihr Gasthaus noch einige Zeit weiter betreiben zu wollen. Schmidt begrüßte dies außerordentlich und dankte der Familie dafür. Seinen Dank richtete er darüber hinaus an die gesamte Dorfgemeinschaft für deren großes Engagement bei allen Veranstaltungen im Ort während des Jahres.

Lob gab es auch für die Bürgermeisterin. Die Erlbacher lobten Petra Wagner für das nach vielen Gesprächen erarbeitete neue Zehn-Jahres-Programm zum Feldwegeausbau im Bereich der Stadt Oettingen (ein ausführlicher Bericht folgt). Für die rund 14 Kilometer Feldwege auf der Gemarkung Erlbach betrage der Anteil daraus in den nächsten zehn Jahren insgesamt 231000 Euro.

Die Oettinger Rathauschefin äußerte sich außerdem recht offen über die Zukunft des Hotels Krone. Im Dezember würde der Kreisausschuss des Donau-Rieser Kreistages die Arbeiten für die Notsicherungsmaßnahmen am historischen Gebäude vergeben. „Nach deren Abschluss kommen dann auch das Gerüst und der Zaun endlich weg“, sagte Wagner mit einer gewissen Erleichterung. Danach gehe es an die Investorensuche, die alles andere als einfach werde.

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