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Kommunales

24.11.2018

Oettinger Rat sendet „starkes Signal“ nach Berlin

Wird die Krone in Oettingen vom Bund saniert?
Bild: Wagner

Der Stadtrat beschließt einstimmig, die Förderung für die Krone zu beantragen. Was die SPD kritisiert.

Als eine „einmalige“ Chance hat Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner das Bundesprogramm bezeichnet, mit dem die Sanierung der Krone zu einem großen Teil finanziert werden könnte. Das sahen auch die anderen Mitglieder des Stadtrates ähnlich. In der Sitzung am Donnerstagabend wurde einstimmig beschlossen, den entsprechenden Antrag zu stellen.

Wagner ( CSU/FWG) sagte, bei der Krone handle es sich um einen zentralen Bau am Oettinger Marktplatz. Das Fachwerk habe überregionale bauliche Bedeutung, der Kronensaal sei ebenfalls denkmalgeschützt. Sie habe sich sehr gefreut, dass CSU-Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange beim Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ an Oettingen gedacht habe, und: „Die Rahmenbedingungen passen sehr gut zur Krone.“ Auch Thomas Fink (CSU/FWG) meinte, man sollte die Bewerbung für das Förderprogramm „schnellstmöglich“ auf den Weg bringen. Das Hotel sei, wenn es wieder betrieben werde, ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Und zudem stehe es an einer markanten Stelle. Es sei erfreulich, dass Lange den Tipp gegeben habe und die Verwaltung „in weiser Voraussicht“ die ersten Schritte getan habe, schließlich ende die Bewerbungsfrist zum 30. November dieses Jahres.

Martina Krommrei ( SPD) sprach sich zwar ebenfalls für eine Bewerbung aus. Allerdings wies sie darauf hin, dass es das Programm schon seit 2014 gebe – und die SPD im Jahr 2016 einen Antrag gestellt habe, um mit dieser finanziellen Unterstützung das Oettinger Reithaus zu sanieren. Bürgermeister Matti Müller (SPD) habe damals auf die Fördermöglichkeit aufmerksam gemacht. Die Bewerbung sei allerdings abgelehnt worden. Krommrei: „Ich weiß nicht, warum man sich nicht früher darum gekümmert hat, dass die Krone aufgenommen wird.“ Wagner entgegnete, dass das Programm nicht fortlaufend sei. Es sei zum Beginn der Legislaturperiode zum zweiten Mal aufgelegt worden. Nun gebe es genau einen Aufruf, in diesem Zeitfester müsse man sich bewerben.

Von einem „Silberstreif am Horizont“ sprach Rudolf Oesterle (PWG). Man sei „spät dran, aber nicht zu spät“. Alle weiteren Fragen könne man nach der Aufnahme in das Programm stellen. Wie berichtet, hatte Bürgermeisterin Wagner im Vorfeld der Sitzung gesagt, man ziehe in Erwägung, die Krone zu kaufen. Ludwig Däubler (Aktive Bürgerliste) sagte, er sehe langfristig die Gefahr, dass das Gebäude abgerissen werde, wenn man nichts unternehme. Man müsse jetzt diesen ersten Schritt gehen, auch, wenn das Geld koste – alles Weitere sehe man später. Wagner bedankte sich für den einstimmigen Beschluss. Der Rat sende so ein „starkes Signal“ nach Berlin.

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