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Brauerei

06.11.2017

Oettinger: Standorte bleiben erhalten

Es bleibe auch in Zukunft bei den vier Produktionsstandorten von Oettinger in Deutschland, sagt Mehrheitsgesellschafterin Pia Kollmar.
Bild: D. Dworatschek

Brauerei-Gesellschafterin Pia Kollmar meldet sich nach Trennung von Geschäftsführern zu Wort.

Wenige Tage nachdem bekannt wurde, dass die Oettinger Brauerei sich von zwei der drei Geschäftsführer trennt, hat sich die neue Mehrheitsgesellschafterin Pia Kollmar zu den Entwicklungen im Unternehmen geäußert. Im Gespräch mit unserer Zeitung räumt sie unter anderem mit den Gerüchten auf, dass der Standort im thüringischen Gotha der Brauerei keine Zukunft hätte. „Ich sehe keine Veranlassung, bei den Standorten etwas zu verändern“, sagt Kollmar.

Die 48-Jährige ging als Gewinnerin aus einem langjährigen Rechtsstreit um die Unternehmensanteile bei Oettinger hervor, der nach dem Tod des ehemaligen Geschäftsführers Dirk Kollmar zwischen Mutter Ingrid und Witwe Astrid entbrannt war – Dirk Kollmar hielt rund 80 Prozent der Anteile an der Großbrauerei. Nun hat seine Schwester Pia in Oettingen das Sagen und gibt den Kurs für die Zukunft vor. „Wir wollen weiter gut sein – und noch besser werden“, gibt sie sich kämpferisch. Dazu gehöre auch, die bestehenden Kostenstrukturen zu hinterfragen, da mache man auch vor dem Standort in Gotha nicht Halt. Das Unternehmen Oettinger sei nach wie vor „gesund und aktiv“, sagt Kollmar. Zu ihrer eigenen Zukunft hält sich die Mehrheitsgesellschafterin noch bedeckt. In Unternehmenskreisen heißt es, dass sie selbst einen Posten als Geschäftsführerin anstrebt. Sie verrät derweil nur, dass man bereits daran arbeite, den offenen Posten als Technischer Geschäftsführer neu zu besetzen.

Andernorts ist die Stimmung wegen der Veränderungen im Unternehmen weniger gut. Astrid Kollmar bestätigte gegenüber Thüringen24, dass der Sponsoringvertrag von Oettinger mit dem Basketball-Bundesligisten „Oettinger Rockets“ ausläuft. Der Basketballclub, der vor allem die Leidenschaft des thüringer Teils der Familie Kollmar sein soll, muss sich nun Gedanken über eine alternative Finanzierung machen.

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