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Generalsanierung

26.11.2019

Oettinger Turnhalle: Baubeginn nicht vor 2022

Die Dreifachturnhalle neben der Grund- und Mittelschule Oettingen wird generalsaniert und aufgewertet. Bürgermeisterin Petra Wagner meint, ein Baubeginn vor 2020 sei unrealistisch.
Foto: Bernd Schied (Archiv)

Derzeit wird europaweit nach einem Architekturbüro für das Projekt gesucht. Die Kosten für die Generalsanierung werden auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Zum Leidwesen der Bauherrn nehmen die Vorarbeiten für größere Projekte in der Regel manchmal sogar Jahre in Anspruch, bis sie begonnen werden können. Von verhältnismäßig langen Vorlaufzeiten ist aktuell auch der Oettinger Schulverband betroffen, der beschlossen hat, die Dreifachturnhalle neben der neuen Grund- und Mittelschule einer Generalsanierung zu unterziehen und zu einer Versammlungsstätte aufzuwerten. So sollen bei Veranstaltungen mehrere Hundert Gäste untergebracht werden können. Seit der Schließung des Kronensaals ist diese Möglichkeit in der Fürstenstadt nicht mehr gegeben. Bürgermeisterin Petra Wagner machte in der jüngsten Schulverbandssitzung kein Hehl daraus, dass ein Baubeginn vor 2022 unrealistisch sei

Angelaufen ist das europaweite Ausschreibungsverfahren für ein Architekturbüro, das das Gesamtvorhaben detailliert planen und begleiten soll. Im März 2020 wird laut Wagner einem Büro der Zuschlag erteilt. Die Vorstellung der Planungen ist dann für den Herbst vorgesehen. Über die Wintermonate 2020/21 sollen dann die Bauarbeiten ausgeschrieben und im Frühjahr vergeben werden. Laut Wagner bleibt bis September 2021 Zeit, die Förderanträge einzureichen.

Schulverband muss 2,5 Millionen Euro bezahlen

Wie berichtet, soll die Halle in einem ersten Abschnitt energetisch saniert werden. Betroffen davon sind neben dem Dach die gesamte Außenhülle, die Beleuchtungsanlagen sowie die Haustechnik. Im zweiten Schritt geht es um neue Toilettenanlagen und den Brandschutz, der den aktuellen Anforderungen einer öffentlichen Versammlungsstätte entsprechen muss. Im Oettinger Stadtbauamt geht man derzeit von Gesamtkosten von rund fünf Millionen Euro brutto aus. Abzüglich der zu erwartenden Zuschüsse des Staates aus dem Finanzausgleich blieben am Ende für den Schulverband rund 2,5 Millionen Euro an Eigenmitteln übrig.

Diskutiert wurde in der Sitzung zudem über den geplanten Rechtsanspruch auf eine Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder ab 2025. Sollte dieser tatsächlich Gesetz werden, sehen sich die Kommunen mit eigenen Grundschulen unter Umständen mit erheblichen Platzproblemen konfrontiert. Megesheims Bürgermeister Karl Kolb verwies auf die derzeitige rege Nachfrage nach Ganztagesbetreuung von Eltern für ihre Kinder. Dieser Trend werde sich seiner Ansicht nach weiter fortsetzen.

Diese Entwicklung betreffe nicht nur die kleineren Schulen, sondern auch die Grund- und Mittelschule in Oettingen, gab Petra Wagner zu bedenken.

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