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Classic-Rock-Night

19.07.2011

„Oldies“ lassen es ordentlich krachen

The „Sweet“ in Wechingen. Allerdings ist von der ursprünglichen Besetzung nur noch Gitarrist Andy Scott übrig.
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The „Sweet“ in Wechingen. Allerdings ist von der ursprünglichen Besetzung nur noch Gitarrist Andy Scott übrig.
Bild: Foto: pm

„The Sweet“ und „Slade“ ins Schützenfest integriert

Wechingen Mit halb gedrückten Tasten bei den „Schlagern der Woche“ vor dem aufnahmebereiten Kassettenrecorder sitzend – wer erinnert sich nicht an unbeschwerte Jugendtage, als die Hauptsorge darin bestand, den richtigen Startzeitpunkt für die Aufnahme nicht zu verpassen? Gemeint ist natürlich die inzwischen leicht angegraute Generation, die in den 1970er Jahren die ersten Berührungen mit moderner Rockmusik erlebte und die nun die Gelegenheit bekam, die musikalischen Idole von einst nach vielen Jahren noch einmal live zu hören.

Gelungener Auftritt

Unter dem Motto „Wechingen rockt“ hatten die veranstaltenden Wörnitzschützen anlässlich ihres 50-jährigen Gründungsjubiläums zu einer „Classic-Rock-Night“ ins Festzelt eingeladen. Rund 1800 Musikfans waren der Einladung gefolgt und wurden von der Punk-Rock-Band „Arbeiterschicht“ zum Auftakt in die richtige Stimmung versetzt. Dann der erste Höhepunkt, als „The Sweet“, die einstigen Hauptvertreter des „Glam-Rock“, die Bühne betraten.

„Oldies“ lassen es ordentlich krachen

Obwohl von der damaligen Originalbesetzung nur noch Gitarrist Andy Scott übrig geblieben ist, legte die Truppe einen gelungenen Auftritt hin. Weil die Band in den frühen siebziger Jahren einem Hit den nächsten folgen ließ, war es auch kein Problem, das anderthalbstündige Konzert komplett mit bekannten Songs zu gestalten: Von „Little Willy“ bis „Poppa Joe“, von „Wig Wam Bam“ bis „Fox On The Run“ und von „Teenage Rampage“ bis zum abschließenden „Blockbuster“ – kaum ein bekannter Titel fehlte auf der Setlist.

Nahtlos angeknüpft

Nahtlos knüpften „Slade“ an, die mit Ulknudel Dave Hill und Schlagzeuger Don Powell sogar zwei Gründungsmitglieder aufgeboten hatten. Schön war es, „Far far away“ und die wenig gespielte erste Hitsingle „Coz I luv you“ wieder einmal zu hören. Einigen angespielten Covertiteln folgten dann die bekannten „Gudbuy T’Jane“ und „Mama Weer All Crazee Now (die eigenwillige Titelschreibweise war stetes Markenzeichen und Lokalpatriotismus bezüglich des englischen Akzents „Black Country“). Die unterhaltsame und dank Dave Hill auch witzige Show endete unter großem Applaus mit den Zugaben-Hits „My Oh My“ und „Cum On Feel The Noize“. Obwohl sich die Besucherreihen nun etwas lichteten, wurden die Verbliebenen mit einem erstklassigen Gig belohnt: „Flash“ zeigte mit einer energiegeladenen Bühnenshow, dass sie zu Recht als eine der besten Queen-Coverbands Deutschlands gelten.

Volle zwei Stunden lang gab es so gut wie alle Queen-Hits auf die Ohren und auch das Publikum ging bei „One Vision“, „I Want It All“, „Another One Bites The Dust“ und „Dont Stop Me Now“ noch einmal richtig mit.

Beeindruckend vor allem Frontmann Markus Engelstädter, der sowohl mit gewaltigem stimmlichen Umfang als auch in Auftritt (herrlich androgyn bei „I Wanna Break Free“ in Lederrock und Netzstrümpfen) und Körpersprache dem Vorbild Freddie Mercury sehr nahe kam. Mit den Zugaben „Radio Gaga“, „We Will Rock You“, „Killer Queen“ und „We Are The Champions“ wurden die Zuhörer entlassen - eine äußerst gelungene „Rock-Classic-Night“ in Wechingen hatte ein furioses Finale gefunden.

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