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Wahl 2020

04.01.2019

PWG startet mit Wittner in den Wahlkampf

Nördlingens OB-Kandidat David Wittner.
Bild: Szilvia Izsó

Die Innenstadt zeitweise für den Verkehr sperren? Mit diesen und anderen Ideen will David Wittner Nördlingen in die Zukunft führen.

Die PWG Nördlingen ist gestern als erste der im Stadtrat vertretenen Gruppierungen in den mit Spannung erwarteten Oberbürger-meister-Wahlkampf gestartet. Vor Pressevertretern und einigen Parteifreunden präsentierte ihr Kandidat David Wittner im „2nd Home Hotel“ selbstbewusst seine Vorstellungen, wie er im Falle seiner Wahl die Stadt bis 2030 führen und gestalten will.

„Mein Ziel ist es, Nördlingen als lebenswerte, wirtschaftsstarke und schönste Stadt in Nordschwaben zu erhalten und weiter zu entwickeln“, so das Credo des derzeitigen Leiters der städtischen Tourist-Information. Dabei setze er in erster Linie auf Kommunikation, Transparenz und Bürgernähe auf allen Ebenen. „Von mir wird es kein inhaltsleeres Gefasel geben, sondern jeweils konkrete Aussagen zu allen anstehenden Themen.“ Dazu wolle er sich mit den Bürgern und allen politischen Gremien „vernetzen“ und versuchen, das jeweils Beste für die Stadt zu erreichen.

David Wittner: In den Wahlkampf mit Zukunftswerkstätten

David Wittner legte gestern noch kein ausformuliertes Wahlprogramm für seine Kampagne um den OB-Sessel vor. Ein solches soll in den nächsten Monaten „dialogorientiert“ und auf breiter Basis im Rahmen von „Zukunftswerkstätten“ erarbeitet werden. Zu den Schwerpunktthemen gehörten die Bereiche „Wohnen und Leben“ sowie „Wirtschaft und Arbeit“. Das Programm werde darüber hinaus auch Aussagen zu Fragen der künftigen Mobilität in einer Stadt wie Nördlingen enthalten.

Weiter betonte Wittner, ohne eine florierende Wirtschaft habe die Stadt keine großen Gestaltungsmöglichkeiten. Von daher sei es ihm besonders wichtig, Entwicklungsperspektiven für bestehende, aber auch neue Betriebe zu eröffnen und weiterhin auf einen „Branchenmix“ zu setzen.

Zudem werde er bemüht sein, in einer künftigen Stadtpolitik den Grunderwerb zu „verstetigen“. Soll heißen: Für private Häuslebauer und Gewerbebetriebe sollte stets genügend Baugrund zur Verfügung stehen.

Wittner will ein zeitgemäßes Hallenbad für Nördlingen

Einen hohen Stellenwert habe für ihn die „persönliche Präsenz“ im anstehenden Wahlkampf. Dazu plane er unter anderen „Ortsspaziergänge“ in den Stadtteilen, um mit den Menschen unmittelbar ins Gespräch zu kommen, um ihre Anliegen zu erfahren.

Auf die Frage der Rieser Nachrichten, wie er zum Thema Hallenbad stehe, sagte Wittner: „Wir brauchen ein zeitgemäßes Bad. Jetzt geht es darum, die entsprechenden Möglichkeiten auszuloten. Dazu gehören nicht zuletzt die Fördermöglichkeiten. Ich will auch einen Neubau nicht ausschließen, wenn wir zu dem Schluss kommen, dass ein solcher Schritt wirtschaftlicher wäre, als eine aufwändige Sanierung.“

Bemerkenswert ist auch Wittners Aussage zur Frage, wie er als möglicher Oberbürgermeister der zunehmenden Belastung der Nördlinger Altstadt durch den Autoverkehr begegnen will. „Hier müssen wir über Alternativen und neue Konzepte nachdenken. Neben einem Shuttleservice kann ich mir auch vorstellen, die Innenstadt für den Verkehr zeitweise ganz zu sperren.“ Ganz wichtig dabei jedoch: Die „gefühlte Erreichbarkeit“ der Altstadt müsse erhalten bleiben.

Offiziell will die PWG David Wittner im Laufe des Jahres nominieren. Gleiches gelte für die Stadtratsliste zur nächsten Kommunalwahl.

Wer die Gegenkandidaten Wittners sein werden, steht bislang noch nicht fest. Insider gehen davon aus, dass mindestens zwei weitere Bewerber ins Rennen gehen. Für die CSU wird mit dem Nördlinger Ortsverbandsvorsitzenden Steffen Höhn gerechnet. Bei den Grünen ist Stadt- und Kreisrätin Andrea Eireiner im Gespräch. Zweifel gibt es inzwischen, ob es SPD und Stadtteil-Liste gelingen wird, eigene Kandidaten aufzubieten.

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