Newsticker

Auseinandersetzungen bei Protesten gegen die Corona-Politik in Rom

Parteien

23.02.2015

PWG steht zum Hallenbad

Fraktion will das Projekt mit einer strikten Haushaltsdisziplin realisieren

Die Stadträte der PWG-Fraktion im Nördlinger Stadtrat stehen weiterhin zu der von ihnen im Kommunalwahlkampf 2014 – ebenso wie von den meisten anderen Mitbewerbern – erhobenen Forderung, das in die Jahre gekommene, energetisch auf Dauer nicht mehr zu vertretende und zeitgemäßen Ansprüchen nicht mehr entsprechende Hallenbad in Nördlingen zu erneuern. Das teilt die Fraktion jetzt in einer Pressemitteilung mit. Sie sind dabei – entgegen den Äußerungen von Oberbürgermeister Hermann Faul – der Ansicht, dass dieses Ziel sehr wohl noch in der laufenden Stadtratsperiode, also bis 2020 erreicht werden kann. Insoweit habe Faul mit seinen Äußerungen nicht für den Rest der PWG-Fraktion gesprochen, so die Mitteilung weiter.

Allerdings mahnt die PWG – wie schon im ganzen vergangenen Jahr –eine strikte Haushaltsdisziplin an, um dieses Ziel zu erreichen. Auch wenn die vorgeschlagene interkommunale Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden klappen sollte, so werde die finanzielle Hauptlast eines derartigen Bades dennoch bei der Stadt Nördlingen liegen.

Obwohl sich der Etat gegenüber dem Entwurf der Verwaltung vom 15. Januar, der auch ohne ein Hallenbadprojekt eine Neuverschuldung für die nächsten vier Jahre um 3,2 Mio Euro vorgesehen hatte, durch die auf Anregung der Stadtratsfraktionen vorgenommenen Einsparungen deutlich verbessert habe, werde dies bei weitem nicht ausreichen, um sich an dieses Projekt wagen zu können. Nach Ansicht der PWG wird es erforderlich sein, in den nächsten vier Jahren vielmehr Rücklagen in einer Größenordnung von fünf Millionen Euro zu bilden. Nur wenn dies gelinge, dann werde auch ein neues Hallenbad bei einer überschaubaren Schuldenaufnahme finanzierbar sein, so die Mitteilung weiter.

Hierzu müssten im aktuellen Haushalt sowie im Investitionsprogramm für die Folgejahre noch Abstriche gemacht werden. Projekte, wie die Sanierung der Kaiserwiese, die die PWG als allenfalls sinnvoll aber nicht zwingend notwendig abgelehnt hatte, würden dann nicht mehr finanzierbar sein. Dies erfordere allerdings auch den Mut, einzelne Wünsche auch einmal abzulehnen.

Von diesem Spardruck ausgenommen sollten nach Ansicht der PWG allerdings Projekte sein, die – wie die Sanierung des Bahnhofes – Nördlingen in seiner Entwicklung nachhaltig voranbringen, oder die – wie der geplante Hochseilgarten – die Attraktivität der Stadt deutlich erhöhen und sich dabei durch Einnahmen ohnehin selbst finanzieren. (pm)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren