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Kommunalwahl 2020

18.01.2020

PWG will die Jugend in Oettingen halten

Am Donnerstagabend nominierte die PWG Oettingen ihre Bewerber für die Stadtratswahl am 15. März.
Bild: Bernd Schied

Plus Die Wählergemeinschaft tritt mit 20 Kandidaten für den Stadtrat an. Die Gruppierung geht auf Distanz zur amtierenden Bürgermeisterin.

Mit Selbstbewusstsein geht die Parteifreie Wählergemeinschaft (PWG) Oettingen in die Kommunalwahlen am 15. März. Ziel sei es, die Zahl der Sitze im Stadtrat von derzeit zwei deutlich zu erhöhen, betonte der Fraktionsvorsitzende Rudolf Österle bei der Nominierungsversammlung der Stadtratsliste am Donnerstagabend im Gasthaus Goldene Gans. „Wir haben eine großartige Liste mit hoch motivierten Bewerbern zusammengestellt. Sie enthält eine Mischung aus jungen und erfahrenen Kandidaten und ist ein hervorragendes Angebot an die Wählerinnen und Wähler“, sagte Österle. Was möchte die PWG bewegen?

Spitzenkandidatin ist Katharina Kaufmann. Auf Platz zwei steht Rudolf Österle, der sich um eine vierte Stadtratsperiode bewirbt. Unter den 20 Kandidaten sind acht Frauen, davon drei auf den ersten fünf Plätzen. Das Votum für die Liste fiel einstimmig aus. Für ihre Wahlkampagne haben sich die Parteifreien ein Motto gegeben, das lautet: Wir wollen, dass unsere Kinder ihre Zukunft in Oettingen und den Stadtteilen sehen. Dahinter steckt die Befürchtung, die Stadt könnte künftig für junge Menschen keine Perspektiven mehr bieten. Dies zu verhindern, sei neben der örtlichen Wirtschaft auch eine Aufgabe für die Stadt.

Neue Impule, um Jugendliche zu halten

Um Jugendliche in der Kommune zu halten, benötigen diese dringend neue Impulse. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Stadt irgendwann ganz „einschlafe“, wie einige Kandidaten befürchten.

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Darüber hinaus stören sich die Parteifreien an der Art und Weise, wie bisher Stadtratspolitik betrieben werde. Sie sei zu wenig transparent und bürgernah. Die PWG plädiere für mehr Offenheit und die Einbeziehung der Bürger. Zudem habe Parteipolitik in einem kommunalen Gremium nichts zu suchen.

Christopher Vogelgsang skizzierte einige zentrale Anliegen, die der PWG wichtig seien. Zum einen müsse der soziale Zusammenhalt in Oettingen gefördert werden. Außerdem sollte sich die Stadt um neue Mitbürger bemühen, was in Zusammenarbeit mit örtlichen Betrieben erfolgen könnte.

Michael Beutel will Oettingen barrierefrei machen

Ein weiteres Anliegen der PWG sei eine nachhaltige Entwicklung der Kommune mit dem Fernziel, eines Tages CO2-neutral zu sein. Einen wesentlichen Beitrag hierzu könnten Aufforstungen in den umliegenden Wäldern liefern.

Für die konkrete Stadtratsarbeit wünschten sich die Parteifreien künftig keine bereits im Vorfeld von Sitzungen ausgehandelten Lösungen für anstehende Entscheidungen.

Michael Beutel plädierte dafür, Oettingen barrierefrei zu machen und alles dafür zu tun, dass sich vor allem die Jugendlichen in der Stadt wohlfühlen und nicht wegziehen. Heinrich Seiler warnte vor einer „Verödung der Innenstadt“ und sprach sich für Initiativen der Verwaltung aus, um den Handel weiter aufrechtzuerhalten.

Ihr Augenmerk will die PWG künftig auch auf einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr in der Region legen und sich für eine weiterhin gute Gesundheitsversorgung einsetzen. Lob gab es bei der Veranstaltung für die hervorragende Situation bei den Schulen in der Stadt.

Kein Thema sei es gewesen, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten zu stellen, sagte Fraktionschef Rudolf Österle am Rande der Versammlung auf eine entsprechende Frage der Rieser Nachrichten. Anders als vor sechs Jahren habe die PWG auch nicht an eine erneute Unterstützung der Kandidatur von Amtsinhaberin Petra Wagner (CSU) gedacht. „Im Nachhinein betrachtet hat die PWG davon nicht profitiert“, machte Österle deutlich.

Das sind die Kandidaten:

1. Katharina Kaufmann
2. Rudolf Österle
3. Beate Lämmermeier
4. Harald Pöschko
5. Isabella Baur
6. Michael Beutel
7. Christopher Vogelgsang
8. Heinrich Seiler
9. Peter Bauer
10. Uwe Neyka
11. Tobias Beck
12. Carsten Stopinski
13. Annette Preiß-Käser
14. Sibylle Lechner
15. Annabella Preiß
16. Dr. Oliver Kemmesies
17. Laura Beutel
18. Günter Zapke
19. Anita Enßle
20. Andreas Michel
Ersatz: Hans-Peter Kaufmann und Gerhard Zips

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