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Oettingen

06.12.2020

Parkprobleme in der Altstadt: Kommen Parkausweise in Oettingen?

Die Hadergasse in Oettingen. Der Bauausschuss sprach unter anderem über Parkausweise in der Innenstadt.
Bild: Werner Rensing (Symbolbild)

Plus Der Bauausschuss beschäftigt sich mit dem Parkproblem in der Altstadt. Zudem steht der neue Standort für das öffentliche WC fest.

Die Suche nach einem Parkplatz in der Stadt ist für viele Bürger häufig nervig. Mit den zunehmenden Parkplatzproblemen in der Oettinger Altstadt beschäftigte sich auch der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Anlass war die Anregung eines Bürgers, in der Ledergasse Parkausweise für die Anwohner auszustellen.

Hauptamtsleiter Manfred Thorwarth äußerte sich jedoch hierzu zurückhaltend. Zwar überschreite der Bedarf an Parkplätzen die vorhandenen Möglichkeiten. Allerdings würde seiner Ansicht nach ein Anwohnerparken das Gesamtproblem nicht lösen, sondern nur verlagern. Von daher schlug er vor, in Oettingen keine Parkausweise einzuführen, was die Ausschussmehrheit auch so beurteilte.

Über einen Grünen Pfeil an der Ampel B466/Bahnhofsstraße wurde in Oettingen ebenfalls diskutiert

Stadtrat Rudolf Löhe meinte, die Angelegenheit sollte differenziert betrachtet werden. Wo keine Geschäfte seien, könne er sich unter Umständen Anwohnerparkausweise vorstellen. Bürgermeister Heydecker kündigte an, das brisante Thema bei der Stadtratsklausur im kommenden Frühjahr intensiv zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Nicht möglich ist laut Manfred Thorwarth die Anbringung eines „Grünen Pfeils“ an der Ampel B466/Bahnhofstraße aus Richtung Munningen kommend. Dies sei schon rechtlich nicht machbar, weil es an der Stelle keinen „reinen Rechtsabbiegeverkehr“ gebe. Ein Grüner Pfeil kommt Thorwarth zufolge grundsätzlich nur in Kombination mit einer Rechtsabbiegespur infrage. Ein Anwohner hatte einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Heydecker erinnerte in dem Zusammenhang an den Kreisverkehr, der dort eines Tages gebaut werde. Allein deswegen mache ein Rechtsabbiegerpfeil keinen Sinn.

Es gibt einen neuen Standort für das öffentliche WC in Oettingen

Für das künftige öffentliche WC in Oettingen zeichnet sich ein neuer Standort ab. Stefan Mayer vom Stadtbauamt schlug den südlichen Hofgarten nahe des Saumarktes als Standort vor, den er zusammen mit dem scheidenden Stadtbaumeister Klaus Obermeyer unter vier Alternativen für den geeignetsten halte. Die Ausschussmitglieder stimmten dieser Einschätzung zu und empfahlen dem Stadtrat, diesem Vorschlag zu folgen. Bisher ist das WC im Müller-Stadel untergebracht, der jedoch im Zuge mit der Reaktivierung des Hotels Krone weichen muss.

Laut Mayer handelt es sich bei der neuen öffentlichen Toilette um ein Fertigbauteil vergleichbar mit einer Fertiggarage, das schlüsselfertig geliefert werde. Es sei behindertengerecht und die Ausstattung bestehe aus Vandalismus hemmenden Materialien.

Was das öffentliche WC in Oettingen voraussichtlich kostet

Die geschätzten Gesamtkosten bezifferte Mayer auf 90.000 bis 110.000 Euro netto. Wenn gewünscht, gebe es noch eine Reihe zusätzlicher Ausstattungen, über die letztlich der Stadtrat entscheiden müsse. Bürgermeister Thomas Heydecker ergänzte, im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ könne ein Zuschuss für die neue Anlage beantragt werden. Aufgestellt werden sollte diese noch vor Beginn der Bauarbeiten für die Krone, sagte der Bürgermeister auf eine entsprechende Frage aus dem Gremium.

In ihrem Bestreben, die Spielplätze aufzuwerten, nimmt sich die Stadt als nächstes den am Weißen Kreuz vor. Dieser sei vor allem nach Starkregen nicht mehr nutzbar, weil sich Pfützen bilden würden, erläuterte Stefan Mayer. Die Lösung des Problems: Das Gelände werde nivelliert – im unteren Bereich mit einer Kiesschicht und darüber mit sandigem Humus. Eine Aufwertung erfahre der Spielplatz mit neuen Spielgeräten und einem Zaun. 48.000 Euro werden dafür in den nächsten Haushalt eingeplant.

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