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Erziehung

29.07.2019

Paula Print erlebt Zimmerer-Tradition

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2 Bilder
Den Vorschulkindern (von links) Lena, Tino, Sophie, Yannick, Elias, Karolina, Anna und Lukas (mit Paula auf dem Arm) fällt der Abschied von ihrem Kindergarten wirklich schwer. Die Erzieherin Ingrid Schabert (links dahinter) und Einrichtungsleiterin Felicitas Klaus bedankten sich bei den Berufsschülern aus Gunzenhausen und ihren Lehrern für ihre Arbeit.
Bild: Christina Zuber

Im Ehinger Kindergarten ist ein Wikinger-Häuschen aufgestellt worden. Unsere Zeitungsente war beim Richtfest dabei

Paula Print ist zu einem Richtfest eingeladen – in den katholischen Kindergarten St. Ulrich in Ehingen am Ries. Die Kinder und Erzieherinnen warten schon gespannt im Garten und schauen zu, wie schwarz gekleidete junge Männer ein Holzhäuschen zusammenbauen. Paula darf dabei sein, wie die Handwerker arbeiten und den Richtspruch aufsagen.

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Im vergangenen Jahr wurde der Kindergarten saniert und ein neuer Anbau kam dazu. Felicitas Klaus, Leiterin des Kindergartens, führt Paula durch die Räume. „Alles schön hell hier“, findet die Zeitungsente. „Und ideal für die kleinsten Kinder“, sagt Felicitas Klaus. Alle Türen haben einen Schutz bekommen, damit niemand sich die Finger einklemmen kann.

Die Garderoben sind noch ein bisschen niedriger angebracht und die Waschbecken haben auch verschiedene Höhen. Die Erzieherinnen lieben die neuen Schallschutzdecken und finden auch die neuen Böden und Möbel klasse. „Durch den Umbau sind wir jetzt auch auf Unter-Drei-Jährige ideal eingestellt“, sagt die Einrichtungschefin. Auch der Wickelplatz ist jetzt professionell und rückenschonend. Das findet sie besonders gut.

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Im Garten geht es derweil Schlag auf Schlag. Die schlaue Paula weiß natürlich, was es mit den schwarz gekleideten Handwerkern auf sich hat. „Das ist die traditionelle Kleidung der Zimmerer“, sagt die Zeitungsente. Nachdem die Kinder schon ein neues Piratenschiff haben, der Garten einen neuen Metallzaun und eine Umrandung mit Natursteinen bekommen hat, die Eltern Rollrasen verlegt haben, ist der Kindergarten schon fast perfekt.

Aber ein solides Spiel-Häuschen wäre noch fein. Das haben sich die Kinder aus Ehingen, Belzheim, Nittingen, Erlbach und Breitenlohe gewünscht. Wie gut, dass der Papa von Vorschulkind Anna an der Berufsschule Gunzenhausen angehende Zimmerer unterrichtet. Helmut Mertenbauer hat die BGJ-Klasse mit dem Projekt „Wikinger-Haus“ betraut. „Von der Planung bis zur Umsetzung heute haben die Schüler alles selbst gemacht“, sagt der Lehrer. Die perfekt zugeschnittenen Fichten-Balken werden zusammengesteckt, der Hausgiebel steht, die Zwischenwände werden mit quer eingelegten Teilen verstärkt.

Das Material haben verschiedene Firmen gespendet. Die Kinder singen ein Handwerker-Lied als Dankeschön. Schnell noch ein paar Schrauben eingedreht – und schon ist das Häuschen mit vereinten Kräften fertig. Paula klettert mit ihren großen Füßen aufs Dach, die Zimmerer helfen ihr dabei und nageln ein kleines Bäumchen an den Dachbalken. Dann ist alles still und der Zimmermann liest den Richtspruch ab. Er wünscht den Kindern und allen, die im Häuschen spielen, alles Gute. Traditionell wirft er ein Glas auf den Boden. Paula freut sich, dass sie dabei sein durfte. Nach der Feier gibt es Pizza für alle.

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