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13.01.2020

Perspektiven für die Oettinger Altstadt: Das sagen die Kandidaten

Die Altstadt Oettingens: Die Bürgermeisterkandidaten sprechen mit unserer Zeitung über ihre Perspektiven für die Innenstadt.
Bild: Werner Rensing

Plus Mit welchen Konzepten könnte die Oettinger Innenstadt belebt werden? Über die Ideen eines Innenstadt-Kümmerers, eines Kulturreferenten und die Rolle der Krone.

Irgendwann einmal soll die Krone wieder Menschen in die Oettinger Innenstadt ziehen. Der Wunsch von Stadtspitze und Stadtrat ist, dass der Innenstadt wieder mehr Leben eingehaucht wird. Doch was kann darüber hinaus für das Herz Oettingens getan werden? Vielleicht sogar schon 2020? Wir haben die Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl am 15. März in Oettingen zu ihren Visionen für die Innenstadt befragt. Sie antworten im nachfolgenden Artikel in alphabetischer Reihenfolge.

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Das sagt Bürgermeisterkandidat Thomas Heydecker

Der 33-jährige SPD-Kandidat Thomas Heydecker führt zwei Möglichkeiten an, um wieder mehr Leben in den Stadtkern Oettingens zu bekommen. Lösung eins könne ein Gesamtkonzept für die Altstadt sein, ähnlich wie das abgelehnte Projekt „Romantic Outlet City“. Die Idee sei – nach einer wirtschaftlichen Prüfung – ein Einkaufserlebnis zu schaffen und die leerstehenden Häuser wieder zu integrieren.

Heydeckers zweiter Lösungsansatz ist die Innenstadtbelebung mit „vielen kleinen Puzzlestücken und einem Innenstadt-Kümmerer“. Diese Person sei der erste Baustein. Der zweite Baustein soll nach den Vorstellungen des SPD-Kandidaten eine regelmäßige Zukunftswerkstatt sein, an der auch Bürger teilnehmen sollen. „Ideen sollen offen diskutiert werden“, meint Heydecker. Mit an dem Tisch sitzen könnten beispielsweise Eigentümer, die Rathausspitze und der Innenstadt-Kümmerer. Ein dritter Baustein sei der Leitsatz „innen vor außen“. Der 33-Jährige sagt: „Aktuell habe ich den Eindruck, dass man sich das auf die Fahnen geschrieben hat, aber konsequent verfolgt man das nicht.“

Perspektiven für die Oettinger Altstadt: Das sagen die Kandidaten

Heydecker sei darüber hinaus „Verfechter eines Bürgerladens“. Er könne sich einen inklusiv betriebenen Laden mit Café vorstellen, eventuell mit einem Bringservice für ältere Menschen und regionalen Waren, vielleicht sogar mit einem Unverpackt-Konzept. Weitere Ideen für die Oettinger Innenstadt seien Möglichkeiten für Pop-up-Stores, gemeinschaftlich genutzte Büroflächen, eine Senioren-WG oder ein Haus der Vereine. Wenig Handlungsbedarf sieht Heydecker in der Gastronomie.

Das sagt Bürgermeisterkandidatin Petra Wagner

Die amtierende Bürgermeisterin Petra Wagner hat ein anderes Konzept vor Augen. Integriert werden sollen ihr zufolge Werbegemeinschaft, Stadt, Gastronomie, Dienstleister und Gewerbetreibende. „Alle, die mit der Versorgung der Stadt zu tun haben“, meint Wagner. „Deshalb ist es auch so wichtig, dass man diejenigen gut betreut, die sich angesiedelt haben und sich ansiedeln wollen.“ Wagner habe sich beispielsweise „total gefreut“, dass die Hof- und Stadtapotheke fortgeführt werde. Der Wochenmarkt freitags sei ein wichtiges Angebot innerhalb der Stadt. Hinsichtlich des Kulturangebots habe sich in Oettingen außerdem „wahnsinnig viel getan“. Diesen Weg müsse die Stadt weitergehen. Wagner kann sich sogar vorstellen, die Stelle eines Kulturreferenten zu schaffen oder gar ein eigenes Kulturreferat mit Budget.

Sie will außerdem den Freifunk weiter ausbauen. Ihrer Meinung nach hat sich das Angebot am Rathaus und an der Stadtbücherei gelohnt. Das frei verfügbare WLAN würde gerade von jüngeren Menschen genutzt. Im Freibad habe es sich ebenfalls bewährt. Sie kündigt außerdem an, dass es Freifunk auch am Wohnmobilstellplatz geben soll. Weil solch ein Angebot die Innenstadt zusätzlich beleben würde, hofft die CSU/FWG-Kandidatin, dass auch andere Leute ihre Verbindung für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Noch eine Sache gibt es in Wagners Augen, die die Stadt wieder bereichern würde. „Mir fehlt der geöffnete Jakobsturm“, sagt sie. Touristen könnten nach einer Wiedereröffnung nicht nur auf dem Kranz den Turm umrunden und die Störche beobachten. Man könnte die Türmerstube vermieten, vielleicht ein Dinner anbieten. Vor etlichen Jahren habe der Turm aus statischen Gründen geschlossen werden müssen. Würde man Geld investieren, so Wagner, würde nicht nur die Stadt, sondern natürlich auch die evangelische Kirche profitieren.

Wagner zufolge würde die Wiedereröffnung der Krone mit Kronensaal zu einer weiteren Belebung der Oettinger Innenstadt führen.

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