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Oettingen

21.02.2020

Petra Wagner will den Traumjob Bürgermeisterin fortführen

Petra Wagner hat als Stadträtin Erfahrung in der Kommunalpolitik gesammelt, bevor sie zum ersten Mal zum Stadtoberhaupt gewählt worden ist. Sechs Jahre später tritt sie in ihrer Heimatstadt zur Wiederwahl an.

Plus Petra Wagner (54) will in einer weiteren Amtszeit die Geschicke im Oettinger Rathaus weiterführen. Wie sie sagt, hat sie noch viel in der Fürstenstadt vor.

Im Gasthaus Deeg in Erlbach sind an diesem Abend noch einige Stühle frei. Hauptsächlich rund um den Kamin, der den Raum befeuert und für behagliche Temperaturen in dessen Nähe sorgt. Die anderen Plätze sind besetzt mit Erlbachern, mit CSU/FWG-Stadtratskandidaten und einigen Bewerbern, die auf der Kreistagsliste der Christsozialen stehen. Bevor sich Oettingens Bürgermeisterkandidatin (CSU/FWG) bei dieser Wahlversammlung in Erlbach vorstellt, reden die anderen. Wagner, auf der Stadtratsliste an der Spitze, kommt zum Schluss.

Wolfgang Sperl: „Ich hoffe, ich werde einmal so gut wie Petra“

Erwin Taglieber nimmt sich viel Zeit, bescheinigt Wagner eine „Top-Arbeit“. Wolfgang Sperl, Bürgermeisterkandidat in Ehingen (FWG) und CSU-Listenkandidat für den Kreistag, sagt, „ich hoffe, ich werde einmal so gut wie Petra“. Und Ortsvorsitzender Markus Eisenbarth schließt seine Vorstellungsrunde mit den Worten: „Gebt Petra das Vertrauen. Sie hat sechs tolle Jahre gehabt.“

Eine Vorlage wie im Bilderbuch. Wagner schließt nahtlos an mit ihrem Kurzsteckbrief: „Verheiratet, vier Kinder, eine Schwiegertochter und noch keine Enkel“, sagt sie und kommt dann gleich aufs Wesentliche an diesem Abend zu sprechen. Dabei hat sie stets ein herzliches Lächeln im Gesicht, sieht die Gäste direkt an, wenn sie über ihren „Traumjob“ spricht, wie sie sagt. In Oettingen Bürgermeisterin zu sein, mache ihr „sehr, sehr viel Freude und Spaß“. Sie habe sich als Stadträtin vor ihrer ersten Wahl gut auf das Amt vorbereiten können. Geholfen hätten ihr außerdem ihre Arbeit als Elternbeiratsvorsitzende und sämtliche Funktionen in ihren Ehrenämtern.

Petra Wagner will den Traumjob Bürgermeisterin fortführen

Der Beruf der Bürgermeisterin sei auch zur Berufung geworden, wiederholt sie noch einmal. In ihrer ersten Wahlperiode habe sie viel erreichen können: Baugebiet, Drogeriemarkt, Montessori-Schule, Breitband und in die Straßen habe die Stadt rund 1,4 Millionen Euro gesteckt. Die Liste der 54-Jährigen ist noch länger, doch sie will den Erlbachern lieber verdeutlichen, welche Projekte in den kommenden Jahren noch anstehen. Denn, und so klar wird Wagner an kaum einer anderen Stelle an diesem Abend: „Ich bin noch nicht fertig mit dem, was ich in meiner Stadt erreichen möchte.“

Gegen den Leerstand in der Oettinger Innenstadt

Da wäre der Leerstand in der Oettinger Innenstadt, den es zu beheben und vermeiden gebe. Wagner möchte „Türöffnerin und Kontaktvermittlerin“ sein. Sie freue sich auf die Neueröffnung des Freibads. Die Minigolfanlage könnte aufgewertet werden. Wagner sieht die Möglichkeit eines Fitness-Pfads für Mehrgenerationen-Geräte, eines Hundespielplatzes oder Hundeeinstiegs in die Wörnitz. Ausgebaut werden solle außerdem der Wohnmobilstellplatz. In der nächsten Legislatur-Periode will Wagner dafür in Workshops Konzepte erarbeiten und ihre Ideen zu Papier bringen. Daneben ist es ihr wichtig, „die Stadt für alle Generationen gut aufzustellen“. Die Stadt habe außerdem bereits ein neues Gewerbegebiet im Blick, verkündet Wagner. Sie wolle weiterhin Fördergelder nach Oettingen holen – bislang sei es eine Summe in Höhe von 17 Millionen Euro gewesen. So wie die 13 Millionen (insgesamt) für die Krone, die durch das Programm Nationale Projekte des Städtebaus deutschlandweit Aufmerksamkeit bekommen habe. Als Nächstes stehe die Architektenauswahl und die Betreibersuche an.

Bevor Wagner sich um die Anliegen einiger Bürger kümmert, blickt sie noch einmal auf ihre Arbeit zurück: „Ich bin eine bodenständige und waschechte Oettingerin. Das kann ich jetzt mit diplomatische, erfahrene und erfolgreiche Bürgermeisterin ergänzen.“ Sie sei ein ehrlicher Mensch und deshalb brauche sie auch ein vertrauliches Miteinander.

So offen sprach sie in der Vergangenheit selten bei Bürger-Veranstaltungen. Unübersehbar, dass ihr dieser Wahlkampf und damit auch diese Kommunalwahl besonders wichtig sind.

Ein Porträt von Wagners Herausforderer Thomas Heydecker (SPD) finden Sie hier: Thomas Heydecker: Ein Steuermann für Oettingen

Mehr zum Wahlkampf in Oettingen gibt es hier: 470 Zuschauer verfolgen das Oettinger Kandidatenduell, Bürgermeisterwahl: Drei gute Nachrichten für Oettingen

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