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Nördlingen

25.10.2020

Pfarrer Michael Wildegger ist Namensgeber einer neuen Stiftung in Nördlingen

Pfarrer Benjamin Beck berichtet über das Leben und Werk von Pfarrer Michael Wildegger, dem Namensgeber der neu gegründeten Wildegger-Stiftung, der dahinter an der Wand zu sehen ist.
Foto: Helga Egetenmeier

Plus Die katholische Pfarreiengemeinschaft Nördlingen benennt ihre neu gegründete Stiftung nach Pfarrer Michael Wildegger (1826-1912). Warum er der Namensgeber ist

Mit einem Festakt ist am Kirchweihsonntag, dem 18. Oktober, im Pfarrsaal St. Salvator die Gründung der Wildegger-Stiftung bekannt gegeben worden. Die Idee für die Stiftung und ihren Namensgeber kam von Pfarrer Benjamin Beck. Dieser begrüßte zum Festakt die geladenen Gäste, die coronabedingt mit Distanz zueinander Platz nahmen. Darunter waren die stellvertretende Landrätin Ursula Kneißl-Eder, die Zweite Oberbürgermeisterin von Nördlingen Rita Ortler, Oberin Schwester Sigrid vom Kloster Maria Stern, die Leiterin des Altenheim St. Vinzenz Angelika Schäfer und Bezirksleiterin Sieglinde Kempter vom Katholischen Frauenbund. Auf der Einladung zum Festakt sei zum ersten Mal das neue Logo der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Nördlingen verwendet worden, erklärte Pfarrer Beck, ein Meteorit mit Kreuz darin.

Für den Pfarrer Michael Wildegger begeistert hätte ihn Xaver Hönle, der eine 464 Seiten starke Chronik zur Geschichte von St. Salvator geschrieben hat, sagte Pfarrer Beck. Für Interessierte verwies er auf die kommenden Rieser Kulturtage, bei denen es einen ausführlichen Vortrag zu Leben und Wirken von Pfarrer Wildegger geben werde. Deshalb zeichnete Pfarrer Beck nur kurz dessen Biografie unter dem Motto „Was können wir von Pfarrer Wildegger lernen?“ nach.

Wildegger wurd 1866 zum Stadtpfarrer ernannt

Wildegger wurde 1866 zum Stadtpfarrer von Nördlingen ernannt. Grund dafür, so Pfarrer Beck, sei dessen lebensgefährliche Hirnhautentzündung gewesen, weshalb der Bischof zu seiner Schonung Nördlingen ausgewählt hatte. In der Stadt gab es damals 800 Katholiken, als Wildegger 1904 in den Ruhestand ging, war die Gemeinde auf 2000 Gläubige angewachsen. Der sozial und politisch engagierte Pfarrer legte den Grundstein zu heute noch bestehenden Einrichtungen in Nördlingen, wie das Kloster Maria Stern, die Kindertagesstätte, die Realschule und die Fachakademie für Sozialpädagogik.

Durch die Gründung des „Vereins für ambulante Krankenpflege“ im Jahr 1902 schuf er den Weg für das heutige Altenheim und die Sozialstation St. Vinzenz. Sein christlich-soziales Engagement spiegelt sich ebenso in der Kolpingsfamilie und dem Katholischen Frauenbund Nördlingen wider. Gleichzeitig war Wildegger auch Politiker und von 1884 bis 1898 Mitglied des Reichstags sowie zwölf Jahre Mitglied des Bayerischen Landtags.

Nördlingen: Gründungsurkunde der Wildegger-Stiftung überreicht

Im Anschluss an seine Ausführungen zum Wirken Wildeggers überreichte der Vorsitzende des Stiftungsvorstands der RV-Bürgerstiftung Ries, Helmuth Wiedenmann, die Gründungsurkunde der Wildegger-Stiftung an Pfarrer Beck. Damit wurde sie die 18. Stiftung unter dem Dach der VR-Bürgerstiftung Ries, dessen verwaltungstechnische Vorteile Wiedenmann noch erläuterte.

Das Ziel der Stiftung sei die Förderung kirchlicher, mildtätiger und sozialer Zwecke, um das kirchliche Leben zu unterstützen und caritative Initiativen zu bezuschussen.

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