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Interkulturelle Woche

04.10.2019

Platz für alle in Nördlingen

Die Malaktion „Bunte Stühle“ zog in der Nördlinger Eisengasse die Blicke vieler Marktbummler auf sich. Es gab eine rege Beteiligung.
Bild: Peter Urban

Malaktion „Bunte Stühle“ ein voller Erfolg

Es sollte ein sichtbares Zeichen für die Vielfalt Nördlingens werden, die Malaktion „Bunte Stühle“, die der Arbeitskreis Asyl und das Interkulturelle Frauencafé initiiert hatten. Und es wurde ein eindrucksvolles, ein überaus buntes Zeichen.

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Bereits zu Beginn der Aktion in der Eisengasse waren etliche Hobbykünstler bei der Arbeit. Auch die Nördlinger Künstler-„Profis“ Roland Schulz (der die Aktion ganz besonders unterstützte) und Wolfgang Mussgnug ließen es sich nicht nehmen, zu begutachten, was da im Stile einer Street-Art-Aktion entstand. Die Idee dahinter war, mit der Malaktion ein Symbol zu schaffen, dass hier in Nördlingen jede und jeder einen erkennbaren und bequemen Platz in der Gemeinschaft hat, gleich welcher „Couleur“ er ist und welche Herkunft man hat. Der Erfolg gab den Machern recht. Aber vor allem gab er Hoffnung, dass das Zusammenleben vielfältiger Kulturen im Donau-Ries kein reines Lippenbekenntnis ist. Viele Menschen sahen zu, was dort entstand, man unterhielt sich, fachsimpelte, man hörte ab und zu Tipps und Vorschläge zur Gestaltung und vor allem, man beschäftigte sich mit dem Thema interkulturelles Miteinander.

Drei der bunten Kunstwerke sind bereits in der Stadtbücherei ausgestellt, aber das Gros der bunten Stühle soll bei der „Tafel der Begegnung“, die am Samstag, 12. Oktober, in der Alten Schranne in Nördlingen stattfinden wird, im eigentlichen Sinne verwendet werden. Als willkommene Sitzgelegenheit während dieses Kulturfestes. Bei diesem Fest will das Interkulturelle Frauencafé die kulinarischen Genüsse aus nahen und fernen Ländern teilen und beim gemeinsamen Essen ins Gespräch kommen. Ziel ist, dort ein ebenso buntes Buffet zusammenstellen zu können. Jeder Gast darf dann eine Köstlichkeit aus seinem Umfeld mitbringen und seine Art zu kochen mit allen anderen teilen. Getränke werden zum Selbstkostenpreis verkauft. Teller, Gläser und Besteck sollte jeder Teilnehmer selbst mitbringen. Damit es ein interessanter, unterhaltsamer und hoffentlich von zahlreichen Begegnungen geprägter Abend wird.

Auch musikalische oder literarische Beiträge sind ausdrücklich willkommen. Die Stühle freilich werden das verbindende Element sein. Was danach mit den Kunstwerken geschehen soll, damit ist man sich bei den Veranstaltern noch nicht im Klaren: Einige Vorschläge wurden bei der Malaktion schon gemacht, von Ausstellung bis Versteigerung waren Anregungen dabei. Vielleicht erfährt man beim „Fest der Kulturen“, das am Sonntag (13. Oktober, 14 bis 17 Uhr) nach der Tafel der Begegnung ebenfalls in der Alten Schranne stattfindet, mehr.

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