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Platzt der Traum vom Almarin?

Platzt der Traum vom Almarin?
Kommentar Von Martina Bachmann
04.05.2019

Die Reimlinger Entscheidung ist zumindest konsequent, meint RN-Redaktionsleiterin Martina Bachmann.

Man muss den Reimlingern manches zugute halten. Zum Beispiel, dass sie nicht hinter verschlossenen Türen über das Almarin debattiert haben. Die Räte und Bürgermeister Jürgen Leberle hatten den Mut, ihre Meinung zum Mönchsdegginger Hallenbad öffentlich zu äußern. Damit tut sich mancher im Ries schwer, fürchtet er oder sie doch harsche Kritik von Befürwortern des Almarins. In einer Demokratie sollte man zumindest sachlich formulierte Kritik aber aushalten können.

Konsequent sind die Reimlinger ebenfalls. Joachim Ramisch hatte die Aktionswoche im Almarin schon bei der Nördlinger Bürgerversammlung im vergangenen September als „Störung der Totenruhe“ bezeichnet. Seiner Meinung blieb der streitbare Reimlinger Rat treu: Die Gemeinde solle ihr Geld lieber in ihr eigenes Schloss statt ins Mönchsdegginger Hallenbad stecken. Und einem vorbereitenden Arbeitskreis für einen Zweckverband sollte man nur beitreten, wenn man tatsächlich einen Teil des Defizits des Almarins tragen wolle, meinten andere.

Die Wiedereröffnung des Mönchsdegginger Hallenbades war von Anfang an eine Herkulesaufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden kann. Je weniger Gemeinden bereit sind, sich am Zweckverband zu beteiligen und damit einen Anteil am Defizit zu übernehmen, desto schwieriger wird diese Aufgabe. Das „Nein“ der Reimlinger könnte am Ende eine entscheidende Rolle spielen. In der nächsten Woche wollen unter anderem die Räte in Maihingen, Alerheim und Amerdingen über das Almarin beraten, bis Ende Mai soll es von allen Kommunen eine Entscheidung geben. Es wird sich bald zeigen, ob der Traum vom wiedereröffneten Almarin endgültig platzt oder nicht.

Den Artikel über die Gemeinderatssitzung in Reimlingen lesen Sie hier: Reimlingen sagt „Nein“ zum Almarin

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