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15.01.2019

Professor Kuch: Fallzahlen erneut gesteigert

Professor Dr. Bernhard Kuch wehrt sich gegen die Darstellung, dass es in seiner Abteilung Organisationsdefizite gebe.
Bild: Iszó

Stiftungskrankenhaus Der Nördlinger Kardiologe nimmt Stellung zur Debatte um Organisationsdefizite seine Abteilung

Nördlingen Der Chefarzt der Inneren Medizin am Nördlinger Stiftungskrankenhaus, Professor Dr. Bernhard Kuch, wehrt sich gegen Darstellungen des gKU-Vorstandes, wonach es in seiner Abteilung Organisationsdefizite gebe. Falsch sei beispielsweise die Behauptung, es fehlten noch nicht diktierte Arztbriefe, die für eine möglichst zeitnahe Abrechnung bei den Krankenkassen notwendig seien. Kuch hält diese Angelegenheit nach eigener Aussage für nicht sehr bedeutsam, weil die Fälle früher oder später ohnehin abgerechnet werden könnten.

Im Gespräch mit unserer Zeitung ging der Kardiologe auch auf das vom Verwaltungsrat beauftragte externe Gutachten für die Innere Abteilung am Stift (wir berichteten) ein. Die darin genannten Versäumnisse in Organisation und Kommunikation seien mehrfach von ärztlicher und auch pflegerischer Seite angesprochen worden. Was das Schreiben der Arztbriefe angehe, hake es aus ärztlicher Sicht am meisten an einer nicht angemessenen Ausstattung des Schreibdienstes in der Verwaltung. „Wir als Ärzte können eine bessere personelle Besetzung des Schreibbüros nur anmahnen“, so der Professor.

Zu der Feststellung des Gutachters, die interne Kommunikation zwischen Verwaltungsorganen, Pflegekräften und Ärzteschaft wäre verbesserungsbedürftig, sagte Kuch: „Das Gutachten war hilfreich und wir sind derzeit dran, zusammen mit den Verwaltungsorganen zu Verbesserungen zu kommen.“

Als nicht zutreffend nannte es Bernhard Kuch, er lehne ein Konzept zur Neustrukturierung der Patientenaufnahme und eines Belegungsmanagements am Stiftungskrankenhaus ab. Vielmehr habe er dafür seine Kooperationsbereitschaft signalisiert, allerdings kritisch angemerkt, ob das dafür notwendige Geld nicht sinnvoller ausgegeben werden könnte. Die derzeitige Organisation der Patientenaufnahme in der Inneren und die Abläufe bei der Entlassung von Patienten bezeichnet Kuch als „sehr gut“. Es stelle sich für ihn deshalb die Frage, warum ein gut funktionierendes Konzept verbessert werden soll?

Insgesamt, so Kuch weiter, befinde sich seine Abteilung mit den Bereichen Kardiologie, Intensivmedizin und allgemein-internistische Medizin auf einem sehr guten Weg. Man habe mittlerweile eine gute Reputation, die dazu führe, dass vermehrt Bewerbungen von deutschen Ärzten mit fortgeschrittener internistischer Weiterbildung bei ihm eingegangen seien.

Ein weiteres Indiz für eine erfolgreiche Arbeit nannte Professor Kuch steigende Fallzahlen im Katheterlabor. „2018 hatten wir 100 mehr als im Vorjahr und lagen damit bei rund 1600.“ Diese Entwicklung führe er unter anderem auf mehr Zuweisungen niedergelassener Mediziner auch über den Landkreis Donau-Ries hinaus zurück. Zudem werde das Stift verstärkt von Notärzten aus sämtlichen Nachbarlandkreisen angefahren oder von Rettungshubschraubern angeflogen, weil es als Notfallversorger anerkannt sei.

Zuwächse habe es auch bei den allgemein-internistischen Patienten gegeben, was nicht zuletzt an zwei kompetenten Oberärzten für die Bereiche Gastroenterologie und Diabetologie liege. Darüber hinaus seien die Rückmeldungen der zuweisenden Ärzte, aber auch vieler Patienten nicht nur über die gute medizinische Betreuung, sondern auch über das Abteilungs-Management mit zeitnahen Terminen und der schnellen Übermittlung von medizinischen Berichten ausgesprochen positiv, meinte Dr. Kuch.

Dies alles seien positive Entwicklungen mit der Aussicht einer langfristigen Konsolidierung der Abteilung sowie der Notfallversorgung.

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