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Weltmeisterschaft

23.01.2019

Public Viewing: Das Handballfieber erreicht Nördlingen

Kaum zu toppen war die Stimmung bei den bisherigen deutschen Spielen in Berlin und Köln. Jetzt geht’s nach Hamburg und im Idealfall am Sonntag zum Finale nach Dänemark. Auch die Handballfans im Ries können ab Freitag beim „Public Viewing“ in der Nördlinger Sporthalle an der Schillerstraße mitfiebern.
Bild: Anke Waelischmiller/Sven Simon

Die Leistungen des Nationalteams haben auch die Sportinteressierten im Ries begeistert. Im Halbfinale und im Erfolgsfall auch im Finale  gibt’s Übertragungen in der Nördlinger Schillerhalle.

Es gibt zwar in Nördlingen seit 2004 keine aktiven Handballer mehr, aber die „Ehemaligen“ treffen sich noch regelmäßig zum Fachsimpeln. Zu diesem Kreis zählt auch Oberbürgermeister Hermann Faul, den wir gestern für die spontane Idee unserer Zeitung begeistern konnten, nämlich kurzfristig ein Public Viewing der Halbfinal- und Finalspiele der Handball-Weltmeisterschaft zu organisieren. „Klar sind wir da dabei, denn die Begeisterung für den Handball und für die starken Auftritte der deutschen Mannschaft ist auch bei uns spürbar“, sagte das Stadtoberhaupt Unterstützung zu.

Stattfinden wird das Event in der alten Spielstätte der TSV-Handballer, der Sporthalle an der Schillerstraße. Die Finck Foto- und Medientechnik GmbH stellt das technische Equipment (Beamer, Leinwand, Audioanlage) zur Verfügung, die ehemaligen Handballerinnen und Handballer des TSV sorgen für die Bewirtung. Der Eintritt ist frei. Das Halbfinale mit der deutschen Mannschaft wird am Freitag voraussichtlich um 20.30 Uhr angepfiffen (Spielort ist Hamburg), das Finale im dänischen Herning am Sonntag um 17.30 Uhr. Gestern bei Redaktionsschluss stand der deutsche Halbfinalgegner noch nicht fest; möglich sind Dänemark, Schweden oder Norwegen. Das Endspiel wird natürlich nur dann übertragen, wenn die deutsche Mannschaft das Finale erreicht. Halleneinlass wird jeweils eine Stunde vor dem Anpfiff sein.

Auch 2007, als die deutschen Handballer letztmals den Weltmeistertitel gewannen, hatte es eine Übertragung auf Großleinwand in der Schillerhalle gegeben. Seinerzeit verfolgten rund 400 Sportinteressierte bei bester Stimmung den deutschen Finalsieg gegen Polen.

Hermann Faul, bis 2002 Abteilungsleiter der TSV-Handballer und davor durchaus erfolgreicher Aktiver, haben die Leistungen der deutschen Nationalmannschaft bei dieser Weltmeisterschaft sehr beeindruckt. „Eine sehr geschlossene Mannschaft, die sich immer wieder gegenseitig motiviert. Die besondere Art des Trainers, auch die Spieler mitreden zu lassen. Und natürlich ein überragender Torwart“ – das sind für den Oberbürgermeister die Knackpunkte des Wintermärchens 2019. Natürlich findet Faul es schade, dass die Sportart in der Region überhaupt nicht mehr aktiv ausgeübt werde, aber zumindest als „gesellschaftliche Gruppe“ seien die ehemaligen Handballerinnen und Handballer noch präsent. Und genau diese Gruppe hat der OB gestern ins Boot geholt, um das Public Viewing mit zu organisieren.

Einer davon ist Karl-Heinz „Charly“ Fernandez, früher sowohl Torwart als auch Rechtsaußen beim TSV Nördlingen und zumindest noch Handball-Fan mit Leib und Seele. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass diese junge Mannschaft so souverän durch das Turnier marschiert und auch in kritischen Situationen fast immer die Nerven behält“, meint er und freut sich auf die Übertragungen mit Großleinwand: „Das wird sicher eine stimmungsvolle Angelegenheit in der Schillerhalle – so wie 2007.“

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