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Nördlingen

21.01.2020

Queenmania in Nördlingen

Die Band „Queenmania“ begeisterte mit den Hits der Rockband im Klösterle.
Bild: Peter Urban

Im Klösterle zollt das Ensemble „Queenmania“ der großartigen Band Tribut. Teilweise werden die Kostüme häufiger gewechselt als bei Helene Fischer.

Es ist einerseits nicht einfach, eine der größten Bands der Rockgeschichte 1:1 live auf der Bühne zu reproduzieren. Auf der anderen Seite macht es sicher mächtig Spaß, fast dreißig Jahre nach dessen Tod die extrovertierte Performance des Farrokh Bulsara, besser bekannt als Sänger und Frontmann seiner Band Queen, Freddie Mercury, so originalgetreu wie möglich nachzuahmen. Diesen Spaß spürt man beim Auftritt des Ensembles „Queenmania“ und ihrem Programm „Forever Queen, The Ultimate Tribute“.

Vier virtuose Musiker aus Italien haben sich dem Repertoire von Queen verschrieben und versuchen, den Auftritt der Stars von damals so originalgetreu wie möglich auf die Bühne zu bringen. Da stimmt beinahe jedes Detail: das Bühnendesign, die Lichtshow, die Kostüme - – sogar die Gitarre von Brian May – und auch der Sound der vielen Queen-Hits, die live gespielt werden.

Die Kostüme werden häufiger gewechselt als bei Helene Fischer

Simone Fortuna als Roger Taylor am Schlagzeug, Fabrizio Palermo als John Deacon am Bass und vor allem Tiziano Giampieri an der Gitarre überzeugen mit absolut originalgetreuem Sound, bei Giampieri stimmt wirklich jeder Ton, auch der der Gitarrensoli. Auch Sonny Ensabella, der Freddie Mercury verkörpert, bemüht sich redlich, seinem Idol nachzueifern (er wechselt die Kostüme während der Show öfter als Helene Fischer), schafft das stimmlich ohne jeden Zweifel, aber an das extrovertierte operettenhaft-laszive Pathos des Originals reicht er – trotz aller wohl sorgsam einstudierten Gesten – nicht hin.

Queenmania in Nördlingen

Doch das tut dem Spaß keinen Abbruch: Der Auftritt ist hochprofessionell, musikalisch überzeugend und gesanglich ist Sonny seinem Vorbild Freddie absolut ebenbürtig. Seine Bandkollegen sind allesamt studierte Musiker, exzellent ausgebildet und verfügen über eine lange Bühnenerfahrung. Nach einem etwas verhaltenen Beginn steigt das von Jung bis Alt bunt gemischte Publikum im voll besetzten Stadtsaal langsam in die Show ein, nicht zuletzt animiert durch die gelungenen Video-Einspieler aus dem Leben und den Konzerten von Queen bzw. Freddie Mercury.

Das Publikum kommt kaum zur Ruhe

Als Special Guest fungiert die französisch-kanadische Sopranistin Sylvie Gallant, die in der ersten Hälfte mit dem Duett „Who Wants To Live Forever“ einen ersten Höhepunkt bietet, der noch vor der Pause mit einem sensationellen „Innuendo“ getoppt wird. Danach geht es Schlag auf Schlag, das Publikum kommt kaum zur Ruhe, Gitarrensolo, Schlagzeugsolo, pausenlose Kostümwechsel, „Bohemian Rhapsody“ und dann „Barcelona“, das berühmte Duett Caballé/Mercury, hinter dem sich Gallant/Ensabella nicht verstecken müssen.

Während es mit dem bekannten rhythmischen Klatschen bei „Radio Gaga“ in Nördlingen noch nicht klappte, überraschte das Publikum mit einer geklatschten Zugabenforderung im Takt von „We Will Rock You“. Danach „The Show Must Go On“, „We Are The Champions“, und „The Miracle“. Nochmals Kostümwechsel bei Sonny Ensabella, die berühmte Bananenhut-Nummer, und das Früchte-Werfen ins Publikum. Als Reminiszenz an die Original-Konzerte die „Queen“-Nationalhymne, bezeichnenderweise „God Save the Queen“, dazu Standing Ovations und ein restlos begeistertes Publikum. Ein toller Abend voller Erinnerungen an ein faszinierendes Rock-Idol und seine Band.

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