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Kraterkultur

04.02.2019

Quer durch die Gaudi-Hitparade

Normalerweise im Trio unterwegs, jetzt alleine auf der Bühne: Matthias Meier als „Da Maier“ in Megesheim.
Bild: Kutscherauer

„Da Meier“ präsentiert bayerische Comedy in Megesheim. Vor allem die Schlagerwelt knöpft er sich vor

Nach zahlreichen Auftritten ist Matthias Meier seit fast 20 Jahren als fixer Bestandteil des Musik-Kabarett-Trios „Da Huawa, da Meier und I“ auch im Ries bestens bekannt. Parallel dazu steht er nun seit Kurzem als „Da Meier“ auch solo auf der Bühne. Auf Einladung der „Kraterkultur“ stellte er sein Programm mit dem doppelsinnigen Titel „Ausgewogen“ im Gasthaus „Zum Hirsch“ in Megesheim vor und bereitete den rund 130 Besuchern im gut gefüllten Wirtshaussaal einen vergnüglichen Abend, prall gefüllt mit bayerischer Comedy.

Nach einem Begrüßungs-Rap gibt der Komiker Einblick in sein Alltagsleben und plaudert über das „in unserer Familie unübliche Trinkverhalten“ des kleinen Sohnes, der selbstredend nicht Kevin, sondern „Sören-Gandalf“ heißt. Noch auf der Bühne muss er seine „Männergrippe“ bekämpfen und erzählt, unter welch irrwitzigen Umständen ein „kleinwüchsiger, übergewichtiger Oberpfälzer die Anti-Baby-Pille der Ehefrau frühstückt“. Munter werden die verschiedensten Themen satirisch abgegrast: Starkoch Alfons Schuhbeck mit seinen „drei einzigen Freunden“ Ingwer, Knoblauch und Chili, ehe die Kontaktanzeigen im „Landwirtschaftlichen Wochenblatt“ studiert werden und ein Thermomix zur „Sound-Creating-Machine“ umfunktioniert wird. Mit einem spektakulären Tanz mit der Schaufensterpuppe „Kleopatra“ – inklusive Dirty-Dancing-Hebefigur – geht es in die Pause.

Wenngleich bei „Da Huawa, da Meier und I“ für Siggi Mühlbacher vor Jahresfrist Sepp Haslinger in die Band eintrat, ist die Truppe mit rund 100 Auftritten im Jahr höchst gefragt. Doch Multitalent Matthias Meier strotzt geradezu vor Tatendrang: Das Solo „Ausgewogen“ sieht er als Ergänzung, die ihm mehr künstlerische Freiheiten eröffnet – ein Nachfolgeprogramm ist bereits in Vorbereitung. Zudem arbeitet er gerade an einem Buch und im „Bayerwald-Echo“ schreibt er eine regelmäßige Kolumne. Reichlich zu tun also für den 37-Jährigen, der demnächst zum zweiten Mal Vater wird.

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Im zweiten Programmteil wird es großteils musikalisch. In einer Art „Gaudi-Hitparade“ knöpft sich „Da Meier“ die Schlagerwelt vor („Musik, die nicht beim Bügeln stört“). Nach „Codo“ im Karnickel-Kostüm („Ich bin der Has’“) und Helene Fischers neu getextetem Hit („Atemlos in der Nacht, schnarchen bis die Schwarte kracht“) gibt er dem Publikum als Rastaman „Shaggy“ mit „Mister Boombastic“ richtig was auf die Ohren. Zudem outet er sich als Produzent der „Amigos“ („sechs Minuten für einen Hit“) und als Grönemeyer-Fan („Gib mir mein Bier zurück“), ehe er mit einem furiosen „Trompetensolo mit Schreibmaschinen-Begleitung“ seine Musikalität beweist.

Es ist abwechslungsreiche, kurzweilige und unterhaltsame Comedy, die Matthias Meier in Megesheim präsentiert. Auch wenn nicht jede Nummer ein Brüller ist und nicht jeder Gag zündet, die Herzen der Zuschauer erobert der ebenso sympathische wie schlitzohrige oberpfälzische Gaudibursch in jedem Fall. Diese feiern den Künstler am Ende ausgiebig und werden in einem „großen Abschiedsdrama“ mit einer persönlichen Version von Rio Reisers „Junimond“ („es ist vorbei“) belohnt.

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