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Bühl am Ries

09.01.2021

RN-Kirchturm-Serie: St. Marien in Bühl

Der Kirchturm in Bühl am Ries.
Bild: Peter Urban

Plus Der Turm der Marienkirche beherrscht das Dorfbild in Bühl. Unlängst war er noch komplett eingerüstet.

Bis vor Kurzem war er noch komplett eingerüstet, der Turm der Marienkirche in Bühl. Weithin beherrscht der stattliche, rechteckige Turm mit seinem charakteristischen Satteldach das Bühler Dorfbild. Kein Wunder, steht er doch auf einem Hügel mittendrin in der Gemeinde. Sicher diente er früher auch als Zufluchtsstätte bei Gefahr, wie so viele seiner Kollegen im Ries. Mächtig wirkt er und es kommt sicher nicht eben häufig vor, dass ein Kirchturm breiter ist als das dazugehörige Kirchenschiff. Ganz in frischem Weiß erstrahlt er, sogar eine weiße Schneehaube hat er aktuell auf seinem Satteldach. Die Kirche St. Marien soll – nach einer unverbürgten Notiz – im Jahr 1293 erbaut worden sein, vielleicht stand sie aber auch schon 1270, als das Patronatsrecht an das Kloster Kirchheim ging. Im Turmuntergeschoss befindet sich der Altarraum, der von einem schönen Kreuzgratgewölbe überspannt wird.

Eine Glocke stammt aus dem Jahr 1519

Ins Turmobergeschoss gelangt man über eine wohl später angebaute Treppe entlang der Nordwand des Langhauses, dann hinter der Orgel und über das Kirchenschiff zurück in den Turm. Zwei Stockwerke höher findet man den Glockenstuhl mit drei Glocken, von denen eine noch aus dem Jahr 1519 stammt, die einzige, die an einem hölzernen Joch hängt. Auch hier wird bald renoviert werden: der in die Jahre gekommene eiserne Glockenstuhl wird durch einen neuen aus Holz ersetzt, um demnächst die Schönheit des Geläutes noch besser zur Geltung bringen zu können. Sicher wird man dabei besondere Rücksicht auf die nicht wenigen Bewohner des Turmes nehmen. Dohlen, Eulen und Störche fühlen sich sehr wohl in und auf St. Marien. Genauso wie der Posaunenengel, der seit jeher furchtlos von ganz oben anzeigt, woher gerade der Wind weht. Vielleicht zum Ausgleich dafür, dass man die Uhrzeit nur von zwei, nämlich den Giebel-Seiten des Turmes, ablesen kann.

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