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Abfall

13.07.2018

Recyclinghöfe: Gebühren steigen

Ab Januar 2019 müssen Bürger mehr bezahlen, wenn sie auf einem AWV-Recyclinghof Bauschutt abgeben.
Bild: Stoll (Archiv)

Für Bauschutt, Baustellenabfälle und Altholz müssen Bürger ab Januar 2019 mehr bezahlen.

Trotz eines Jahresüberschusses von knapp mehr als 800000 Euro und mehreren Millionen Euro auf der hohen Kante, werden ab Januar 2019 an den Recyclinghöfen des nordschwäbischen Abfall-Wirt- schafts-Verbandes (AWV) die Gebühren für die Anlieferung von Altholz, Baustellenabfälle und Bauschutt steigen. Das hat die Verbandsversammlung in ihrer gestrigen Sitzung im Landratsamt in Donauwörth beschlossen. Die übrigen Gebühren, etwa für die Hausmüllentsorgung, bleiben stabil.

Werkleiter Gerhard Wiedemann nannte die Erhöhung eine „strategische Ent scheidung“, um die Entsorgung der Bauabfälle nicht noch stärker durch die Restmüllgebühren quersubventionieren zu müssen. Pro Jahr mache dies derzeit einen Betrag von zwei Millionen Euro aus. Durch die höheren Gebühren erhoffe sich der AWV zudem eine Verringerung der Anliefermenge.

Weiter erklärte Wiedemann, die eingesammelte Menge an Baustellenabfällen habe sich in den zurückliegenden fünf Jahren mehr als verdreifacht. Der Hauptgrund dafür: Der niedrige Preis beim AWV im Vergleich zu den privaten Entsorgern, deren Gebühren deutlich angezogen hätten.

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Abgesehen von der deutlichen Steigerung der angelieferten Mengen seien auch die Entsorgungskosten wegen erhöhter Anforderungen bei der Verwertung deutlich gestiegen, so Wiedemann. „Bisher wurde beim AWV mit den direkten Gebühren für Altholz, Baustellenabfälle und Bauschutt an den Recyclinghöfen lediglich eine Kostendeckung von 15 Prozent erreicht“, betonte der Werkleiter. Zur Deckung daraus entstandener Fehlbeträge habe man diese mit rund zwei Millionen Euro querfinanzieren müssen. Den Betrag gelte es jetzt durch die Gebührenanpassung zu verringern.

Ab Anfang kommenden Jahres wird die Anlieferung von einem Kubikmeter Altholz auf dem Recyclinghof vier Euro kosten. Baustellenabfälle (beispielsweise Wandfliesen oder Rigipsplatten) werden dann 40 Euro pro Kubik kosten. Beim Bauschutt steigt die Gebühr auf 20 Euro.

Um Heimwerkern entgegen zu kommen, gibt es Kleinmengen-Gebühren. Diese liegen bei 250 Litern an Baustellenabfällen wie bisher lediglich bei fünf Euro. Die gleiche Menge Bauschutt kostet zwei Euro. Belastetes Altholz wird unverändert für zehn Euro pro Kubikmeter angenommen.

Die Mitglieder der Verbandsversammlung waren sich in der Notwendigkeit einer Gebührenanhebung für das genannte Material an den Recyclinghöfen einig. Übereinstimmend wurde auf die äußerst günstigen Gebühren im Abfall-Wirtschafts-Verband hingewiesen. Trotz der guten wirtschaftlichen Lage des AWV gehe es nicht zuletzt um Gebührengerechtigkeit.

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