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Kommunales

21.08.2019

Reimlinger Haus der Vereine: Abreißen oder sanieren?

Ob das Haus der Vereine in Reimlingen grundlegend saniert werden oder einem Neubau weichen soll, darüber will Bürgermeister Jürgen Leberle noch in diesem Jahr den Gemeinderat entscheiden lassen. Die Umsetzung des Projektes wird allerdings noch eine geraume Zeit auf sich warten lassen.
Bild: Bernd Schied

In Reimlingen will Bürgermeister Jürgen Leberle das Haus der Vereine angehen. Worauf er derzeit noch wartet und was eine Lösung sein könnte.

Bürgermeister Jürgen Leberle liegt das Haus der Vereine in Reimlingen schon seit Langem sehr am Herzen. Deshalb ist der Rathauschef auch bestrebt, das Thema so bald als möglich voranzutreiben. Vor geraumer Zeit hat die Gemeinde ein Nördlinger Architekturbüro beauftragt, eine erste Entwurfsplanung für eine Sanierung des Gebäudes in der Raiffeisenstraße zu machen. Diese liegt inzwischen vor, allerdings ohne Angaben der möglichen Kosten, die Grundlage für weitere Diskussionen sein sollen.

Der Rathauschef will auch einen Abriss des Gebäudes aus den 1970er Jahren nicht ausschließen und neu bauen. Wenn ein Neubau nur unwesentlich teurer käme als eine Sanierung, müsse man ernsthaft eine solche Alternative in Betracht ziehen, so Leberle im Gespräch mit unserer Zeitung. Konkrete Gedanken darüber werde man sich im Herbst machen, wenn als Diskussionsbasis die Kostenschätzung des Architekten vorliege.

Derzeit dient das Haus der Vereine als Domizil für die Feuerwehr, den Musikverein, den Männerchor und die Tanzgruppe. Errichtet wurde es Anfang der 1970er Jahre als Sitz der Gemeindeverwaltung und als Feuerwehrhaus, in dem der langjährige Bürgermeister Leonhard Bosch seine fast 30-jährige Amtszeit absolvierte. Mit dem Kauf und der Sanierung des Reimlinger Schlosses zum neuen Sitz der Gemeinde Ende der 90er Jahre stand das Gebäude fortan den Vereinen zur Verfügung.

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Bürgermeister Leberle hofft auf Zuschüsse

Wie Leberle betont, erhoffe sich die Gemeinde für dieses „Leuchtturmprojekt“ der kommenden Wahlperiode entsprechende staatliche Zuschüsse im Rahmen der laufenden kleinen Dorferneuerung, die auch die Neugestaltung des Parkplatzes beim Schloss beinhalte. Zu klären sei zudem der künftige Standort des Bauhofes. Am liebsten wäre es ihm, wenn dieser außerhalb des Dorfes angesiedelt werden könnte. Bisher ist dieser in einem Gebäude hinter der Raiffeisen-Volksbank untergebracht.

Der Bürgermeister, der sich im kommenden März den Reimlingern zur Wiederwahl stellt, hat neben dem Haus der Vereine und dem künftigen Bauhof-Standort noch weiterreichende Gedanken für die Entwicklung seiner Kommune.

Ein Zukunftsthema sei für ihn auch die Nahversorgung, sprich Einkaufsmöglichkeiten für die Dinge des täglichen Bedarfs. Freilich werde sich in Reimlingen kein großer Discounter niederlassen. Aber vielleicht eröffne sich eines Tages die Möglichkeit für einen Dorfladen oder ein kleines Einzelhandelsgeschäft.

Derzeit richte sich der Fokus allerdings in erster Linie auf die umfangreichen Kanalsanierungen innerhalb des Ortes, die der Gemeinde finanziell einiges abverlangen würden. Glücklicherweise stehe Reimlingen auf einer soliden finanziellen Basis ohne Schulden. Und sollten für die Umsetzung künftiger Vorhaben neue Kredite notwendig werden, sei dies kein Beinbruch.

Mit Blick auf die Bürgermeisterwahl im kommenden März kündigte Jürgen Leberle im RN-Gespräch an, sich vom örtlichen CSU-Ortsverband nominieren zu lassen, dessen Vorsitzender er inzwischen ist. Eine Listenverbindung von CSU und einer anderen Gruppierung wie noch bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren werde es nach seinen Vorstellungen 2020 nicht mehr geben.

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