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Rollentausch

12.10.2012

Respekt vor der Leistung der Erzieherinnen

OB Faul und Vertreter des Stadtrats hospitierten im Haus für Kinder.
Bild: pm

OB und Stadträte hospitieren im Haus für Kinder

Nördlingen Oberbürgermeister Hermann Faul und Vertreter der Nördlinger Stadtratsfraktionen folgten der Einladung ins Haus für Kinder in der Salvatorgasse in Nördlingen (ehemals Maria Stern), um unmittelbar die Praxis der Kindertagesbetreuung zu erleben. Anlass für den Besuch war die „Aktion Rollentausch“, die im Oktober 2012 bereits zum sechsten Mal stattfindet und auf eine Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen zurückgeht.

Dass die Betreuung und Förderung von Kindern hohe Anforderungen an die Fachkräfte stellt, erfuhren die Gäste hautnah, als sie die pädagogischen Fachkräfte in der Betreuung der Hortkinder bei den Hausaufgaben unterstützten. Mit viel Freude und Engagement gingen die Vertreter der Stadt diese Aufgabe an, stellten aber schnell fest, dass dieser Einsatz auch viel Energie kostet: „Da braucht man starke Nerven“, merkte im Anschluss Markus Landenberger-Schneider (CSU) an und Wolfgang Goschenhofer (Grüne-Frauenliste-Junge Liste) betonte: „Ich habe größten Respekt vor der täglichen Leistung der Erzieherinnen.“ Paul Schneele (SPD) kritisierte, dass der Vorschlag, Quereinsteigerinnen wie die sogenannten „Schleckerfrauen“ mit den anspruchsvollen Erziehungsaufgaben in den Kindertagesstätten zu betrauen, eine unangemessene Abwertung des Erzieherberufs darstelle.

Betreuungsbedarf geltend gemacht

Angetan waren die Gäste von der Atmosphäre in der neu eingerichteten Hortgruppe im Nachbargebäude. Eltern aus Nördlingen hatten dringenden Betreuungsbedarf für ihre Schulkinder geltend gemacht, was von der Stadt aufgegriffen und im Haus für Kinder in Form von zehn weiteren Hortplätzen umgesetzt wurde. Begleitet wurden die Vertreter der Stadt von Heinrich Riegel als Leiter des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes (EJV) Nordschwaben und von Claudia Miehling, der Leiterin des Hauses. In einer Abschlussrunde tauschten sich die Vertreter von Stadt und Einrichtung auch darüber aus, wie Angebote für Familien zukünftig gestaltet werden müssen. Der Gedanke einer Ergänzung des bestehenden Kinder- und Familienzentrums um offene und niederschwellige Angebote der Familienbildung und Beratung stand dabei neben einer Diskussion zum Thema Kinderkrippe im Mittelpunkt. Oberbürgermeister Faul betonte abschließend die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und Einrichtung. Das Haus für Kinder im Kinder- und Familienzentrum Nördlingen ist eine ganztägig geöffnete Kindertagesstätte. Im Haus gibt es drei altersgestaffelte Gruppen (Krippe, Kindergarten, Hort). Die Einrichtung ist Teil des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes Nordschwaben, Träger ist die Katholische Jugendfürsorge Augsburg. (pm)

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