Newsticker

Rekord bei Corona-Zahlen: 14.714 Neuinfektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. „Rhapsody in Blue“: In St. Georg in Nördlingen erklingt ein Jazztrio mit Orgel

Nördlingen

10.09.2020

„Rhapsody in Blue“: In St. Georg in Nördlingen erklingt ein Jazztrio mit Orgel

Das Trio Kordes-Tetzlaff-Godejohann tritt mit Konzertpianist Jürgen Sonnentheil in St. Georg auf.
Bild: Rainer Schmidt

Bielefelder Musiker spielen „Rhapsody in Blue“ und Themen von Luther in ungewöhnlicher Kombination.

Gershwins berühmte „Rhapsody in Blue“ in einer Fassung für Jazztrio und Orgel, eingerahmt von Improvisationen zu Lutherliedern – auf diese ebenso abgefahrene wie geniale Idee kann eigentlich nur das Jazztrio Kordes-Tetzlaff-Godejohann aus Bielefeld kommen, dessen Musiker Olaf Kordes (Piano), Wolfgang Tetzlaff (Kontrabass) und Karl Godejohann (Schlagzeug) mit mutigen Crossover-Projekten schon mehrmals in Nördlingen zu Gast waren. Am Samstag, 19. September, kommen die drei zusammen mit dem Cuxhavener Konzertorganisten Jürgen Sonnentheil mit diesem Programm auch nach Nördlingen. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Das Publikum wird bei diesem Konzert nicht nur eine ungewöhnliche Klangkombination erleben, sondern auch ein ganz neues Raumerlebnis haben, denn um die Entfernung zwischen dem Trio und der Orgel möglichst gering zu halten, wird eine Bühne auf Höhe der Kanzel aufgebaut.

200 Plätze sind in St. Georg genehmigt

Die Bestuhlung wird zum Großteil auf Bühne und Orgel hin ausgerichtet, sodass rund 80 Prozent der bei Konzerten derzeit zugelassenen 200 Plätze einen Blick auf die Musizierenden bieten.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die „Rhapsody in Blue“, im Februar 1924 mit George Gershwin selbst am Klavier in New York uraufgeführt, hat bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Mit ihr begründete Gershwin seinen eigenen Kompositionsstil, ihre Themen gelten als zeitlos und stilprägend.

Jazztypische Rhythmen, Blue-Notes, jazzige Artikulationen prägen die vielfältigen Motive. Den Solopart improvisierte Gershwin während der Uraufführung, da er angesichts der knappen fünfwöchigen Entstehungszeit des Werks die Klavierstimme noch nicht ausnotiert hatte.

Das Werk wurde als Klavierkonzert mit Orchester berühmt

Berühmt wurde das Werk dann durch das Arrangement von Ferde Grofé als Klavierkonzert mit großem Orchester in der Sprache des Jazz. In dieser Form wird es heute mit Abstand am häufigsten dargeboten – aber eben ohne die jazztypische Improvisation.

Hier setzt Olaf Kordes mit seinem Arrangement an: Seine Bearbeitung für Jazztrio und Orgel gibt der Improvisation Raum und knüpft damit wieder an die Tradition der Uraufführung an.

Die weltberühmten Themen werden nicht nur präsentiert, sondern jazztypisch kreativ verarbeitet. Das Rahmenprogramm bilden musikalische Themen von Martin Luther und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Karten gibt es bei der Tourist-Info Nördlingen und an der Abendkasse ab 18.45 Uhr. Inhaber eines CaDW-Ausweises erhalten bei Vorlage an der Abendkasse freien Eintritt. (pm)

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren