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Nördlingen

21.12.2020

Rieser Hörspielmanufaktur bringt ihr zweites Werk heraus

Die drei Künstler hinter dem Werk „Wenzpiraten“ (von links): Nico Jilka, Florian Hager und Jochen Österlein vor dem Schauplatz Ziegelmühle.
Bild: Peter Urban

Plus Das neue Rieser Hörspiel in Mundart heißt „Wenzpiraten“. Worum es darin geht.

Nach dem genauso unerwarteten wie überwältigenden Erfolg des Erstlingswerkes („Drei wilde hoorige Raiber“) des Autorenduos Jochen Österlein und Florian Hager legt die Rieser Hörspielmanufaktur nunmehr ihr zweites Werk vor. Unter dem Titel „Wenzpiraten“ präsentiert das mittlerweile mit Nico Jilka ergänzte Künstlerkollektiv „A nuia Riaser Raibergschicht“, eine wahnwitzig-krude Geschichte für Jung und Alt, gespickt mit verschmitzten Rieser Dialogen.

Zusammengehalten wird das spannend-märchenhafte Abenteuer von zehn Musikstücken, die ebenfalls aus der Feder von Österlein/Hager stammen: vom Scheißhaisle-Lied über den Kroko-Rock bis zum Earbira-Swing. Die Kartoffeln, will sagen: Earbira, sind auch das zentrale Element, um die sich die Geschichte dreht, denn wenn eine furchteinflößende Piratenbande, die schon alle sieben Weltmeere das Fürchten gelehrt hat, ihr Schiff bis ins Ries steuert, muss das Rieser Gold schon etwas ganz besonderes sein, für das sich solch ein Raubzug allemal lohnt.

Die Rieser leisten den Piraten Widerstand

Dass die Piraten allerdings auf erbitterten Widerstand stoßen, bevor sie die Rieser um ihre gesamten Earbira-Vorräte bringen können, versteht sich von selbst. Zwar sind die wilde hoorige Raiber Zenga, Oaraschorsch und Glotzer mitsamt ihren zwei abbl grandich guggade Weiber im Ries durchaus gefürchtet, doch wenn es um das allseits beliebte Grundnahrungsmittel geht, stellen sich die Banditen als wahre Patrioten und beinahe furchtlose Helden heraus.

Florian Hager, Jochen Österlein und Nico Jilka verleihen (unter anderen) den drei Hauptakteuren Zenga, Oaraschorsch und Glotzer die charakteristischen Stimmen, die zwei grandich guggade Weiber werden – wie schon im ersten Hörspiel – von Kerstin Hitzner und Andrea Beranek interpretiert.

Zwei schauspielerfahrene Mitstreiter figurieren in weiteren Rollen: Der in Berlin lebende Schauspieler Eckhard Greiner („Die letzte Sau“) ließ es sich nicht nehmen, für eine Sprechrolle in seine Rieser Heimat zurückzukehren. Momentan ist er auch in der Netflix-Serie „Das letzte Wort“ des Rieser Regisseurs Aron Lehmann zu sehen. Josef Taglieber, bekannt vor allem durch die Nördlinger Freilichtbühne und die Laienspielgruppe Maihingen, spricht den „Räudigen Rudolf“, den gefährlichen Piratenkapitän.

Das Rieser Hörspiel ist eine Hymne auf die Rieser Earbira

Trotz aller gefährlichen Machenschaften um das berühmte Rieser Gemüse kann man viel über Rieser Befindlichkeiten erfahren, man versteht, wie man eine professionelle Freibeuterschule aufzieht, die von A wie Ankerlichten bis Z wie Zäbelschwingen alles lehrt, was ein zünftiger Wenzpirat zum Leben braucht. Man lernt, dass ein Krokodil durchaus Fiffi heißen kann, dass die Ziegelmühle ein hervorragender Unterschlupf beziehungsweise Ankerplatz sein kann, was der eklatante kulinarische Unterschied zwischen Ruaba- und Reiberdatschi ist, dass Honolululu irgendwo im Fränkischen liegt und nicht zuletzt, was ein Schweschier 6-Gänge-Menu genau beinhaltet. Alles in allem bekommt man eine Hymne auf die Rieser Earbira aufgetischt: schräg, einfallsreich, charmant. Als CD ab sofort zu kaufen, bei Bücher Lehmann, im Buchhaus Greno, im Hofladen Straß, im Biohofladen Rudelstetten oder direkt im (wg. Corona) neuen Online-Shop der www.rieser-hoerspielmanufaktur.de

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