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Wahl in Nördlingen

08.03.2019

Rita Ortler will für die SPD Oberbürgermeisterin werden

Rita Ortler ist die SPD-Kandidatin für die Nördlinger Oberbürgermeister-Wahl im nächsten Jahr. Das gab sie gestern, am internationalen Frauentag, in der Nördlinger Innenstadt bekannt.
Bild: Verena Mörzl

Plus Die Sprecherin der SPD im Nördlinger Stadtrat will für ihre Partei bei der Oberbürgermeister-Wahl kandidieren. Für welche Ziele sie sich einsetzt.

Am Weltfrauentag am Freitag haben die Nördlinger Sozialdemokraten ein politisches Zeichen gesetzt. Mit ihrer Fraktionssprecherin im Stadtrat, Rita Ortler, präsentierten sie eine Frau als Kandidatin für das spannende Rennen um die Nachfolge von Oberbürgermeister Hermann Faul, der am 1. Mai des kommenden Jahres nach 14 Jahren an der Stadtspitze aus dem Amt scheidet. Faul kann bekanntlich aus Altersgründen nicht mehr für eine weitere Amtszeit antreten.

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Oberbürgermeisterwahl: Rita Ortler ist die erste Frau, die sich um das Amt bewirbt

Rita Ortler ist die erste Frau überhaupt, die sich in Nördlingen um das höchste kommunalpolitische Amt bewirbt. Die letzte Kandidatur eines Sozialdemokraten liegt mittlerweile 31 Jahre zurück. Seinerzeit trat der frühere Bundestagsabgeordnete Dr. Axel Wernitz gegen Amtsinhaber Paul Kling (CSU) an. Wernitz holte seinerzeit knapp 45 Prozent.

Die Baldingerin warf gestern an einem für einen solchen Anlass doch recht ungewöhnlichen Ort ihren Hut in den Ring: Unter freiem Himmel in der Nördlinger Fußgängerzone bei der Alten Schranne im Rahmen der traditionellen „Rosen-Verteil-Aktion“ anlässlich des Frauentages.

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Rita Ortler (SPD) will in Nördlingen Oberbürgermeisterin werden. Im Video spricht sie über ihre Motivation und ihre Ziele.

Rita Ortler ist 1961 in Augsburg geboren und in Ostendorf aufgewachsen. Sie ist studierte Diplom-Chemikerin. 1989 zog sie mit ihrem Mann Klaus nach Nördlingen, wo sie sich gleich in der örtlichen SPD engagierte. Acht Jahre war sie deren Ortsvereinsvorsitzende, seit 2008 sitzt sie für ihre Partei im Stadtrat.

Zusammen mit ihrem Mann betreibt sie eine Musikschule und gibt Gesang- und Klavierunterricht. Sie ist auch gesellschaftlich engagiert. So war sie bis November 2018 Vorsitzende des Vereins Alt Nördlingen. Verschiedene Mitgliedschaften in Organisationen und Vereinen kommen hinzu.

Ortler: "Die Zeit ist reif. Mehr Frau für Nördlingen"

Ortler zeigte sich gestern bei der Bekanntgabe ihrer Kandidatur selbstbewusst und entschlossen. Sie habe sich diesen Schritt lange überlegt, die endgültige Entscheidung sei allerdings erst vor Kurzem gefallen. Auf die Frage unserer Zeitung, was sie für das Amt der Nördlinger Oberbürgermeisterin qualifiziere, führte sie in erster Linie ihre kommunalpolitische Erfahrung im Stadtrat und im Kreistag an. Außerdem halte sie sich für einen kreative Frau, die frische und zukunftsträchtige Ideen für Nördlingen entwickeln könne. Zudem traue sie sich zu, die unterschiedlichen Parteiinteressen im Stadtrat zum Wohle der Stadt zusammenzuführen.

„Die Zeit ist reif. Mehr Frau für Nördlingen“ lautet denn auch ihr Wahlkampfmotto. In ihrer politischen Karriere habe sie nahezu alles erreicht. „Jetzt traue ich mir das Amt der Oberbürgermeisterin zu“, sagte Rita Ortler mit viel Zuversicht. „Die Zeit ist einfach reif für eine Frau auf dem OB-Sessel.“ Im Juni soll die offizielle Nominierung im SPD-Ortsverein erfolgen. Ob zusammen mit der Stadtratsliste, ließ sie noch offen. In den Wahlkampf wolle sie „nicht zu früh“ einsteigen.

Ein Hauptthema werde dabei sicherlich das Thema Hallenbad sein. Sie werde der Nördlinger Bevölkerung in diesem Zusammenhang „nichts versprechen“. Vorstellen könne sie sich einen Neubau, aber ebenso eine sinnvolle und finanziell überschaubare Sanierung des bestehenden Bades in der Gerhart-Hauptmann-Straße. Welche Lösung für Nördlingen die beste wäre, werde man sehen.

Beim Innenstadtverkehr setzt Rita Ortler auch darauf, die Autos „möglichst vor den Toren“ zu lassen und mit einem Shuttle-Angebot die Verbindung zur Innenstadt herzustellen. Nötig sei ihrer Ansicht nach zudem der Bau eines großen Parkdecks auf dem Döderlein-Gelände.

Erheblichen Nachholbedarf sieht sie bei der Fahrradfreundlichkeit der Stadt. Falls sie zur Oberbürgermeisterin gewählt werde, stehe dieses Thema ganz oben auf ihrer Agenda.

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