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21.01.2011

Roman Mayer will erweitern

Nördlingen Die Augsburger Spedition Roman Mayer mit ihrer Döderlein-Niederlassung in Nördlingen will im westlichen Teil des Bebauungsplans "B 466/Langwiesen" ein Hochregallager mit 22 Metern Höhe und eine sich anschließende niedrigere Halle bauen. Gleichzeitig will das Unternehmen einen Gleisanschluss der Ex-Bahnstrecke Nördlingen-Wemding reaktivieren. Die Schienen sind zwar abgebaut, aber das Gleisbett noch vorhanden, sagte Stadtplaner Gerhard Thönes gestern gegenüber den Rieser Nachrichten.

Mit dem Gleisanschluss will sich die Logistik Group in die wieder befahrene Strecke Nördlingen - Oettingen - Wassertrüdingen einloggen, weil laut Thönes im Fränkischen einer der Hauptkunden sitzt.

Im jüngsten Nördlinger Bauausschuss machte der Stadtplaner aber auch deutlich, dass erst dann der Bebauungsplan mit dem üblichen Verfahren in der 5. Änderung fortgeschrieben werden kann, wenn durch das Landesamt für Bodendenkmalpflege geklärt ist, ob archäologische Funde im Bereich Langwiesen zutage treten oder nicht. Das Interesse des Amtes kommt nicht von ungefähr: Vor Jahrzehnten hatte man in der Nähe Ausgrabungen gemacht. Jetzt sind Experten dabei, stichprobenartig Gräben zu ziehen.

Roman Mayer will insgesamt 60 000 bis 70 000 Quadratmeter von der Stadt dazu kaufen - zwei Drittel jetzt, ein Drittel als Option, sagte Thönes gegenüber den RN. Auch die benachbarte Verpackungsfirma SCA Packaging will für Erweiterungen Grund dazukaufen. Im Zuge des Bebauungsplanes soll ein betoniertes Regenrückhaltebecken in diesem Bereich durch ein Grasbecken an anderer Stelle ersetzt werden.

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Zudem wurden im Bauausschuss drei Bauherren Einschränkungen auferlegt: Bei einem Haus an der Deininger Mauer müssen satzungsgemäß ein Balkon verkürzt und ein Dachfenster ganz zurück genommen werden. An einem Baldinger Neubau sei einer von drei hervorstehenden Zwerggiebeln, mit einem Balkon davor, städtebaulich nicht zu vertreten. Eine 2004 an der Giebelwand eines landwirtschaftlichen Gebäudes außerhalb Herkheims errichtete Fotovoltaikanlage muss wegen ihrer Unangemessenheit wieder zurückgebaut werden.

Gedulden muss sich außerdem ein Bauwilliger im Joseph-Haas-Weg. Dort möchte die Stadt in diesem Jahr erst noch einen Bebauungsplan aufstellen. (vc/ben)

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