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RN-Jahresrückblick 2020

26.12.2020

Rückblick in Oettingen: Neuer Bürgermeister, neues Freibad, neue Ängste

Petra Wagner gratuliert dem SPD-Kandidaten. Er hat mit 57,7 Prozent der Stimmen die Wahl in Oettingen gewonnen.
Bild: Verena Mörzl

Plus Thomas Heydecker gewinnt gegen Amtsinhaberin Petra Wagner bei der Bürgermeisterwahl. Corona und große Bauprojekte beschäftigen die Verwaltung. Statt Feten zu feiern halfen sich die Oettinger dieses Jahr mit Fürsorge.

Wie sehr die Neujahrsansprache der ehemaligen Oettinger Bürgermeisterin Petra Wagner 2020 in dieses Jahr passen würde, konnte zum damaligen Zeitpunkt noch niemand so genau wissen. „Heimat hat Zukunft“, war der Titel ihrer Rede. Fast ein ganzes Jahr später ist in Oettingen vieles auf den Kopf gestellt worden. Bürgermeister ist jetzt ihr Herausforderer vom März: Thomas Heydecker. Zur Kommunalwahl war er 33 Jahre jung. Eine Pandemie begann etwa zum selben Zeitpunkt, den Alltag durcheinanderzuwirbeln und tut es bis heute. Mehr Aufmerksamkeit noch als die Großprojekte der Stadt und die Wahl hat wortwörtlich die Heimat selbst bekommen. Denn selten haben wir so viel Zeit zu Hause verbracht, wie 2020. Viel mehr noch als die Heimat Zukunft hat, wie Wagner es formulierte, ist sie Gegenwart.

Jahresrückblick 2020 in Oettingen

Statt eines Jahresrückblicks ist durchaus auch ein Fokus auf die Dinge notwendig, die dieses Jahr nicht stattfinden konnten. Beispielsweise die große Abschiedsfeier von Petra Wagner, die sechs Jahre Chefin im Rathaus war. Gerade die Feste und Feiern hat es in diesem Jahr erwischt. Kein Historischer Markt, keine Jakobi-Kirchweih, keine Vereinsfeiern. Statt miteinander zusammenzusitzen musste immer öfter überlegt werden, wie die Oettinger füreinander da sein können. Fürsorge statt Fete – das Zwischenmenschliche funktioniert in der Residenzstadt.

Rückblick in Oettingen: Neuer Bürgermeister, neues Freibad, neue Ängste
52 Bilder
Staatssekretär Klaus Holetschek besucht die offizielle Eröffnung des Wörnitzfreibads
Bild: Pauline Herrle, Werner Rensing und Alicia Geiger

Trotz Pandemie gab es im Sommer Lichtblicke. Wenn auch im kleinen Rahmen eröffnete Bürgermeister Thomas Heydecker das sanierte Oettinger Wörnitz-Freibad. Viele Badegäste genossen den Sommer in der Heimat am Wasser oder nutzten die umliegenden Radwege. Trotz Pandemie investierte er weiter in die anstehenden Projekte, allen voran in die Generalsanierung des leerstehenden Hotels Krone neben dem Rathaus. Die Stadt kalkuliert mit Gesamtkosten von rund 16,38 Millionen Euro. Die Fördermittel betragen rund 10,16 Millionen Euro. Oettingen bezahlt dem Planungsstand zufolge 6,22 Millionen Euro selbst für das neue Hotel, will Eigentümer bleiben, aber einen Betreiber einstellen. Außerdem hat der Stadtrat in einer Sondersitzung über die grobe Gestaltung des Hotels abgestimmt. So soll es unbedingt Tagungsräume geben und einen Wellnessbereich, wenn auch ohne Schwimmbad.

Montessori-Schule zog nach Oettingen

Bereits eröffnet wurde in diesem Jahr eine neue Bildungseinrichtung in Oettingen: Die Montessori-Schule zog aus Deiningen in die Stadt an der Wörnitz. Gegenüber der Schule steht bereits das nächste Großprojekt an. Dort entsteht der Neubau des katholischen Kindergartens.

Eine Entscheidung des Schulverbands und des Stadtrats betrifft die Turnhalle in Oettingen. Die Verbandsversammlung des Oettinger Schulverbandes wird eine Generalsanierung der Schulturnhalle nicht mehr weiterverfolgen und setzt stattdessen auf einen Neubau in fünf bis zehn Jahren. Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss fassten die Vertreter der Verbandsgemeinden ohne große Diskussion bei einer Sitzung im Rathaus. Zeitnah soll jedoch die Lüftungsanlage der Halle saniert werden, in der krebserregende Stoffe festgestellt worden sind, die aber keine Auswirkungen auf die Halle und somit die Sporttreibenden haben, da sich die Stoffe laut Gutachtern nicht in die Luft ablösen würden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 6000 Euro, wie Schulverbandsvorsitzender und Bürgermeister Thomas Heydecker erklärte.

Entlang der Bundesstraße 466 ist für die Jugend ein Projekt in Arbeit, das im besten Fall aber von allen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden soll: Der Pump-Track. Ein hügeliger Rundkurs für Mountainbikes oder Skateboards, im Gespräch waren sogar Rollatoren.

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