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17.07.2010

Rufbus-Ries stottert Kreis will anschieben

Nördlingen/Donauwörth Noch nicht so recht in Fahrt gekommen ist das Rufbus-Projekt des Landkreises im Ries. Zu wenig Fahrgäste haben bisher das Angebot angenommen und sich eine Fahrgelegenheit herbei telefoniert (siehe Infokasten), als dass man von einem guten Start sprechen könnte.

Analysen und Vorschläge

Im Wirtschaftsausschuss des Kreistages war davon die Rede, dass nur wenig mehr als 100 Personen bisher davon Gebrauch gemacht haben. Jetzt sind von der Verwaltung und von der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries (VDR) in nicht öffentlicher Sitzung Analysen und Vorschläge unterbreitet worden, die in den kommenden Wochen in den Fraktionen diskutiert werden. Landrat Stefan Rößle hat vor, das Thema dann in der Kreistagssitzung im Oktober behandeln zu lassen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen dabei nach Auskunft von Sprechern der Fraktionen vor allem Maßnahmen, die die Akzeptanz des Rufbusses im Ries erhöhen könnten. Gottfried Hänsel ( CSU) beispielsweise erläuterte, dass seine Fraktion das Angebot gerne in die Breite, sprich ins Rieser Land hinaus, ausdehnen möchte. Dazu sei sie wohl auch für die Aufnahme der von der Verwaltung vorgeschlagenen Strecken Fremdingen-Nördlingen, Maihingen-Nördlingen und Wemding-Nördlingen zu haben. Genaueres werde sich bei den noch anstehenden Tagungen zeigen. Hänsel ist überzeugt, dass sich insgesamt eine Fraktionen übergreifende Lösung finden lasse, das habe bereits die sehr konstruktive Diskussion in der nicht öffentlichen Sitzung gezeigt. Das bestätigen prinzipiell auch Sprecher anderer Fraktionen.

Unterschiedliche Meinungen

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Allerdings gibt es in einer Grundsatzfrage wenigstens zwischen der ökologischen sozialen Fraktion (DSÖF) und der CSU noch keine Einigkeit. Wie Hubert Renelt erklärte, sehe die DSÖF es als unabdingbar an, dass eine "unabhängige Mobilitätszentrale" eingerichtet wird, die sich auch um den Einsatz der Rufbusse kümmert. Das sollte man nicht den Omnibusunternehmern überlassen. Die CSU, so Gottfried Hänsel, sehe derzeit keine Notwendigkeit für eine Mobilitätszentrale. Die Busunternehmer könnten die Organisation der Rufbusse sicherlich gut steuern.

Die DSÖF hat Veit Meggle, den im Landratsamt für den öffentlichen Personen-Nahverkehr zuständigen Mitarbeiter, in die Fraktion eingeladen, um die Analysen und Vorschläge der Verwaltung im Detail zu erfahren. Auch die SPD, so Gerhard Martin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Bürgermeister in Rain, erläutert, dass seine Fraktion sich von Meggle intensiv informieren lässt, bevor sie entscheidet. Er ist zufrieden mit der Resonanz auf den Rufbus im Lechgebiet. Allerdings seien die ordentlich angelaufenen Rufbus-Projekte Monheimer Alb und Lechgebiet nicht mit dem Ries vergleichbar. Hier müssten maßgeschneiderte Verbesserungen gefunden werden. Die PWG, so Fraktionschef Helmut Beyschlag, wird sowohl mit Meggle als auch mit Jörg Schwarzer von der VDR sprechen. Intensiv diskutiert werden dürfte dann in der Fraktion vor allem, welche Schwerpunkte künftig gesetzt werden sollen. Die PWG könnte sich vorstellen, den Bereich Berufs- und Bedarfsverkehr gegenüber dem Freizeitverkehr aufzuwerten. Im Mittelpunkt, so Beyschlag, stehe jedoch die Frage "wieviel ÖPNV wir uns leisten wollen".

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