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Wahl 2020

22.11.2019

SPD nominiert Kandidaten für den Nördlinger Stadtrat

Das Bild zeigt fast alle Männer und Frauen, die für die SPD in den Nördlinger Stadtrat gewählt werden können.
Foto: Szilvia Iszó

Plus Die SPD nominiert die Kandidaten für den Nördlinger Stadtrat. Zwei aktive Mitglieder verzichten auf ihre Kandidatur. So setzt sich die Liste der Sozialdemokraten zusammen.

Die Nördlinger Sozialdemokraten haben ihre Kandidaten für die Stadtratswahl nominiert.

Auf der Bewerberliste stehen 15 Frauen und die gleiche Anzahl an Männern. Zehn Bewerber sind keine Parteimitglieder. Die Altersspanne reicht von 21 bis 80 Jahren. Nicht mehr dabei sind die SPD-Urgesteine Paul Schneele und Erich Geike. Schneele war 18 Jahre im Stadtrat, Geike seit 2007 ohne Unterbrechungen. Beide haben auf eigenen Wunsch auf erneute Kandidaturen verzichtet.

Angeführt wird die Liste von Oberbürgermeister-Kandidatin Rita Ortler. Ihr folgt Ortsvereinsvorsitzender Thomas Stowasser. Mit der Juso-Vertreterin Laura Schwetz auf Platz drei will die SPD ein Zeichen an die Jugend richten. Auf dem neunten Platz steht die frühere Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher, die nach 23 Jahren in der Bundespolitik nun auf kommunalpolitischer Ebene mithelfen will, die SPD Nördlingen wieder mehr Gewicht zu geben.

Die Aufstellung der Liste sei ein „langer Prozess“ gewesen, sagte Ortsvereinschef Stowasser. „Ich bin besonders froh darüber, dass es uns gelungen ist, diese paritätisch zu besetzen“. Die zehn Kandidaten ohne SPD-Mitgliedschaft nannte Stowasser ein Zeichen für die Offenheit der Partei für Ideen von außen. Alle Bewerber würden uneingeschränkt hinter dem Wahlprogramm von OB-Kandidatin Ortler stehen, versicherte der Vorsitzende.

Ortler will keine Klientelpolitik betreiben

Vom SPD-Bezirksverband Schwaben war dessen Vorsitzende Ulrike Bahr ins Ries gekommen, um Rita Ortler und die Stadtratskandidaten zu unterstützen. Bahr, die in Nördlingen geboren wurde, räumte ein, dass es für die SPD im „konservativen Nordschwaben“ nicht einfach sei, sich zu behaupten und durchzusetzen. Dennoch habe die Partei viele gute kommunalpolitische Ideen. Besonders im Verkehrsbereich, wo es gerade vor dem Hintergrund der Klimakrise gelte, in den Städten eine „intelligente Verkehrspolitik“ zu betreiben und entsprechende Konzepte zu entwickeln.

Landratskandidat Peter Moll kritisierte in seinem Grußwort die geplante Schließung des Jobcenters in Nördlingen (wir berichteten). Er könne diesen Schritt nicht nachvollziehen. Er benachteilige das Ries, weil damit Hartz-IV-Empfängern zugemutet werde, nach Donauwörth fahren zu müssen. Hier würde die Digitalisierung helfen. Doch so weit sei man in den Behörden leider noch nicht, beklagte Moll.

Zur Unterstützung der Nördlinger Genossen war auch Unterbezirksvorsitzender Christoph Schmid gekommen. Er verwies auf die breite kommunale Basis der SPD. Die Nördlinger Kandidatenliste sei ausgewogen und mit Personen besetzt, die gut zuhören und auf die Menschen zugehen könnten.

Vor der Abstimmung über die Bewerber ergriff Rita Ortler das Wort und versprach, als mögliche Oberbürgermeisterin keine Klientelpolitik zu betreiben und getroffene Entscheidungen nicht immer wieder in Frage zu stellen. Die SPD sei in allen kommunalpolitischen Fragen stets kompromissbereit und werde „Etappenziele“ formulieren statt Maximalforderungen aufzustellen.

"Verlässliche Partner" für die Stadt Nördlingen

Sie stehe für eine Stadtpolitik, in der Notwendiges mit Wünschenswertem abgewogen werde müsse. Die SPD werde im anstehenden Wahlkampf den Bürgern auch keine großen Versprechungen machen, sondern erst die Fakten prüfen, bevor sie eine Position beziehe.

Die 30 Kandidaten für die Kommunalwahlen bezeichnete Rita Ortler als „verlässliche Partner“ für die Stadt Nördlingen.

Bei der Abstimmung über die Liste, die von Erich Geike geleitet wurde, gab es keine Gegenkandidaturen um einzelne Plätze. Den Vorschlag des Vorstandes nahmen die 26 stimmberechtigten Ortsvereins-mitglieder ohne Gegenstimmen an.

Kommunalwahl 2020: Das sind die Kandidaten der Nördlinger SPD

1. Rita Ortler

2. Thomas Stowasser

3. Laura Schwetz

4. Jürgen Greiner

5. Mirjam Holik

6. Norbert Wanger

7. Silvia Feirer-Fischer

8. Peter Steiner

9. Gabriele Fograscher

10. Michael Zeller

11. Simone Reiber

12. Manuel Groß

13. Luise Müller

14. Savvas Theofanidis

15. Dr. Susanne Gabler

16. Johann Kechele

17. Swetlana Kloster

18. Wolfgang Stark

19. Karin Thum

20. Stephan Lingel

21. Maria Höpfner

22. Florian Schweiger

23. Ute Heinze

24. Enver Hasimi

25. Tanja Böhmer

26. Michael Schulz

27. Jutta Trabelsi

28. Horst Donauer

29. Edith Berchtenbreiter-Beck

30. Walter Fograscher

Ersatz: Sabine Thomann, Karl Schmidt

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