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Ehrenamt

24.11.2018

Sachen zum Lachen als Dankeschön

Stimmen, die man sonst nur aus dem Radio kennt, waren bei der „Sprech(er)stunde des Bayerischen Rundfunks“ in der Grund- und Mittelschule in Oettingen zu hören.
Bild: Peter Urban

Die Stadt Oettingen hat sich bei Menschen, die sich engagieren, mit einer besonderen Veranstaltung bedankt

Als ganz besonderes Dankeschön für alle Menschen, die sich in Oettingen und unmittelbar drumherum ehrenamtlich engagieren, hat sich die Stadt für 2018 auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie hat alle zu einer „Sprech(er)stunde des Bayerischen Rundfunks“ in die Aula der Grund- und Mittelschule eingeladen. Unter dem Slogan „Sachen zum Lachen“ konnte man bekannte Stimmen, die man bisher nur im wahrsten Wortsinn vom „Hörensagen“ aus dem Radio kannte, live erleben. Und das noch dazu mit einer anspruchsvollen Auswahl von heiter-vergnüglichen, aber immer hintersinnigen Lieblingstexten.

Im Jahr 2008 hat Martin Fogt, der auch charmant und amüsant durch das Programm führte, die Reihe „Sprech(er)stunden initiiert. Seitdem organisiert er eine wachsende Zahl von Veranstaltungen quer durch Bayern. Meist werden sie begleitet von der Hofmarkmusik Gempfing, die auch dieses Mal die Sprech-Beiträge mit bestens interpretierter bayerischer und europäischer Volksmusik auflockerten. Die Besetzung mit Hartmut Betz (Klarinette), Rita Brunner (Violine), Angela Hofgärtner (Harfe), Erich Hofgärtner Hackbrett und Hannes Schmauch (Kontrabass) mag auf den ersten Blick schon sehr traditionell erscheinen, doch die fünf Musiklehrer, die sich auf einem Workshop kennengelernt haben, wissen mit ihrem Instrumentarium umzugehen und wechseln vom Landler, über Klezmer bis zu jazzigen Klängen mühelos und gekonnt die Genres. Sogar eine Schnellpolka mit dem Titel „Schlagfertig“ aus der Feder eines Oettingers hatten sie im Programm.

Apropos schlagfertig: Die BR-Sprecher begeisterten ihr Publikum nicht nur mit ihren prägnanten Stimmen, sondern mit einer erlesenen Auswahl an Texten „zum Lachen“. Von Alfred Polgars „Gesang mit Komödie“ (gelesen von Michael Schneider) über Joachim-Ringelnatz-Gedichte (Andreas Dirscherl), Poetry Slam „Das Mädchen ohne Waschmaschine“ (Constanze Fennel), Franz Hohlers Sketch „Darf ich Ihnen was vorlesen?“ (Florian Schwarz) bis hin zur Dialekt-Philosophie aus dem Westallgäu „A Kerze in Lourdes“, gelesen von Silvie-Lisa Sperlich reichte die Bandbreite. In der Pause mischten sich die Sprecher unter die Ehrenamtlichen, gaben Autogramme und scherzten ohne Berührungsängste mit ihren Hörern.

Im zweiten Teil legten die Sprecher noch einen humoristischen Zahn zu mit Texten von Heinz Erhard, noch einmal Ringelnatz, Robert Gernhardt und sogar eigenen Sachen (Florian Schwarz: Was ist komisch?) weiter ihr Publikum zu begeistern. Zwei Zugaben, wichtige Erkenntnisse („Da wo sie hingehen, da sind Sie dann auch“) und viele Lacher später beendete Michael Atzinger das Programm mit einem Satz, der die Leere, die nach dem gesamten lohnenswerten Abend bei dem einen oder anderen entstanden war, besser nicht umschreiben könnte: „Ach, diese entsetzliche Lücke!“

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