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Kirche

10.11.2018

Sankt Martin zieht durch die Gemeinden

Der „Nussmärtel“ besucht nicht nur Kinder, sondern auch die Senioren, wie hier im Altenheim Sankt Vinzenz.
Bild: Tatjana Petri

Auch dieses Jahr wird mit traditionellen Laternenumzügen gefeiert

Die Geschichte des heiligen Sankt Martins bekommt heutzutage jedes Kind in der Schule beigebracht. Der damalige römische Soldat soll im Winter einen frierenden Bettler gesehen haben. Um ihm zu helfen, sei er von seinem Pferd gestiegen. Er zerschnitt seinen wärmenden Mantel in zwei Teile und überließ dem Bettler einen davon. Später hatte er sich taufen lassen und wurde sogar zum Bischof von Tours ernannt.

Ihm zu Ehren wird in katholischen und evangelischen Gemeinden am 11. November der Martinstag gefeiert. In diesem Zeitraum finden oft Sankt-Martins-Umzüge statt. Dabei ziehen Kinder meist mit selbst gebastelten Laternen singend durch die Straßen.

Diese Tradition ist noch gar nicht so alt. Laut Heimatpfleger Herbert Dettweiler kam sie erst nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Rheinland nach Bayern.

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Sich die Selbstlosigkeit Sankt Martins als Vorbild zu nehmen, das ist das Thema der diesjährigen Andacht, die vor dem Beginn des Laternenumzuges in der Nördlinger Sankt Georgskirche um 17 Uhr stattfindet.

Dieses Jahr wird dieser Umzug zum ersten Mal gemeinsam von allen fünf Kindergärten der Gemeinde organisiert. Ebenfalls am Sonntag, 11. November, wird der Martinstag mit Umzug in der Klosterkirche Mönchsdeggingen gefeiert, Beginn ist um 16.30 Uhr, in Lehmingen um 17 Uhr an der Sankt Martinskirche. Einen Tag später am Montag, 12. November, startet in Grosselfingen um 17 Uhr ein Umzug in der Peter und Paul Kirche.

Zwar sind die Umzüge vor allem bei Kindern beliebt, doch auch Senioren feiern den Tag. So zogen am Mittwoch, 7. November, die Kinder des Kindergartens Sankt Michael durch das Altenheim Sankt Vinzenz.

Der „Nussmärtel“ brachte allen Bewohnern, aber auch den Kindern und Ehrenamtlichen des Katholischen Frauenbundes eine Kleinigkeit.

Der evangelische Pfarrer Philipp Beyhl meint, jeder könne sich an Sankt Martins Selbstlosigkeit ein Vorbild nehmen. Wenn die Menschen mehr zusammenarbeiten würden, könnte das die Gemeinschaft im Ries verstärken.

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