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Baugenossenschaft

28.10.2017

Schlüsselübergabe für Großprojekt

Schlüsselübergabe (von links): die Baugenossenschafts-Vorstände Blasius Wizinger und Hermann Häfele, Oberbürgermeister Hermann Faul, Architekt Erich Lokietsch und Aufsichtsrats-Vorsitzender Franz Grimmeiß.
Bild: Robert Milde

Zwei Blöcke mit 30 Wohnungen sind in der Maria-Holl-Straße in Nördlingen fertiggestellt

Offiziell eröffnet worden ist gestern das Mehr-Generationen-Haus der Nördlinger Baugenossenschaft in der Maria-Holl-Straße mit der symbolischen Schlüsselübergabe durch Architekt Erich Lokietsch an die Vorstände Hermann Häfele und Blasius Wizinger. Letzterer begrüßte eine Vielzahl von Bewohnern und Ehrengästen, darunter Vertreter der Baugenossenschaft, aus dem Stadtrat, der Banken und Versorger sowie von insgesamt 35 Firmen, die am Bau beteiligt waren.

Es ist mit 6,5 Millionen Euro die bisher größte Investition des gemeinnützigen Unternehmens. Dafür ließ man in eineinhalb Jahren ein KfW55-Effizienzhaus mit 33 Tiefgaragenplätzen und 30 barrierefreien Mietwohnungen zwischen 45 und 100 Quadratmetern mit Balkonen und Terrassen errichten. Ein Teil davon konnte ab dem 1. Oktober bezogen werden, der Rest jetzt. Nach dem nun fertiggestellten ersten Bauabschnitt sei auch noch ein zweiter in Richtung Stollberger Straße möglich, so Wizinger. Neben Restarbeiten sei nur noch die Gartenanlage zu errichten. „Bei dem hochwertigen Wohnungsangebot haben wir uns unter anderem am demografischen Wandel und dem damit einhergehenden steigenden Bedarf an Ein- und Zwei-Personen-Haushalten orientiert“, so Wizinger. Für die 64 Bewohner stehe unter anderem auch ein Gemeinschaftsraum mit Küche, ein barrierefreier Aufzug, sowie ein Rundweg mit Pergola, Brunnenanlage und Spielgeräten zur Verfügung. Insgesamt möchte man in dem Projekt ermöglichen, dass Jüngere, Ältere und auch junge Familien generationenübergreifend ein Stück weit miteinander wohnen und leben. Und das alles zu einem günstigen, annähernd kostendeckenden Mietpreis von 6,25 Euro pro Quadratmeter. Geschäftsführender Vorstand Wizinger dankte allen, die zum Gelingen des großen Projektes beigetragen hatten, auch den Beschäftigten für ihre Mehrarbeit sowie Architekt Lokietsch.

Oberbürgermeister Hermann Faul gratulierte den Verantwortlichen zur Umsetzung dieses besonderen Projektes der Genossenschaft, die seit über einem Jahrhundert eine wichtige Rolle für die Stadt spiele. Trotz genossenschaftlichem und privatem Engagement fehlten aber nach wie vor bezahlbare Wohnungen in Nördlingen. Neben vielen Einheimischen müsse man dabei nach wie vor auch an die Integration von Asylsuchenden denken, so das Stadtoberhaupt. Nördlingen plane dafür in nächster Zukunft mit der Baugenossenschaft sowie privaten Investoren auf dem ehemaligen BayWa-Gelände in Bahnhofsnähe Wohnungen errichten zu lassen. Auch dann hoffe man wieder auf die Qualitätsarbeit vieler einheimischer Firmen, die auch beim Mehr-Generationen-Haus mitwirkten.

Über Einzelheiten der zwei großen Wohnblöcke mit Zwischenbau berichtete Architekt Lokietsch. So hätten täglich rund 20 Facharbeiter insgesamt 52000 Arbeitsstunden an den Bauten verrichtet. Für die Wärmedämmung habe man 42,5 Zentimeter dicke Außenwände gemauert sowie Drei-Scheiben-Isolierglas verbaut. Ein Erdgas-Blockheizkraftwerk speise einen 6000-Liter-Speicher. Abschließend ging es zum Rundgang durch die neuen Wohnungen und zum Sektempfang in den Gemeinschaftsraum.

Bei uns im Internet:

Mehr Bilder von der Eröffnung gibt es unter www.rieser-nachrichten.de

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