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Alerheim

11.10.2017

Schmid kehrt zur Agenda zurück

Die Hauptstraße Alerheims würde wahrscheinlich am meisten von einer Dorferneuerung profitieren. Diese beantragt die Gemeinde jetzt beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Allerdings beginnen die Planungen, wenn der Antrag Erfolg hat, in der nächsten Gemeinderatsperiode.
Bild: Philipp Wehrmann

Jetzt ist sicher: Alerheim beantragt eine Dorferneuerung. Die Ausschreibung für das Baugebiet beginnt. Außerdem steht jetzt der Name der zukünftigen Straße dort fest.

Soziale Gerechtigkeit, ein neues Rentenkonzept, sozialer Wohnungsbau – dafür hätte sich Christoph Schmid gerne in Berlin eingesetzt. Knapp wurde es bei der Wahl vor fast drei Wochen erwartungsgemäß nicht. Dennoch ist davon auszugehen, dass Schmid sich wohl das ein oder andere Mal vorgestellt hat, in einigen Tagen bei der ersten Sitzung des neuen Bundestages im Reichstagsgebäude Platz zu nehmen. Die Bundespolitik wird er in den kommenden vier Jahren nicht gestalten können, weiterhin aber seine Heimatgemeinde Alerheim. Nun legte er den Grundstein für die Zukunft des Dorfes, indem er den ersten Schritt in Richtung Dorferneuerung wagte.

Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag schlug er vor, beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) die Dorferneuerung im Ortsteil Alerheim zu beantragen. Wirklich angehen werde man das Projekt erst in der nächsten Gemeinderatsperiode. Alerheim selbst biete sich für eine Dorferneuerung an. Die Hauptstraßen der anderen Ortsteile seien Kreisstraßen und fielen somit nicht in die Förderung der Dorferneuerung. Die Räte stimmten dem Antrag ohne Gegenstimmen zu.

Für eine zukünftige Straße im zweiten Bauabschnitt des Baugebiets „Westlich der Schule“ suchte Alerheim bisher vergeblich einen Namen (wir berichteten). Die vorherige Gemeinderatssitzung blieb ergebnislos. Doch überdrüssig ist Schmid solcher Aufgaben nicht, sagt er im Gespräch mit den Rieser Nachrichten. Nach wie vor sei es für ihn „der schönste Beruf der Welt“, Bürgermeister in Alerheim zu sein, stellt er klar. Gelitten habe die Gemeinde nicht unter seiner Kandidatur, vermutet er, schließlich habe er sich für den Wahlkampf Urlaub genommen. Er blickt nach vorne: „Die wichtigste Wahl für mich ist die Bürgermeisterwahl 2020.“

Abstimmung wie die neue Straße heißen soll

Die U-förmige und die Wohnsammelstraße im Baugebiet werden den gleichen Namen tragen. Wirklich begeistern konnten sich die Räte für keinen der bisherigen Vorschläge. Vor dieser Gemeinderatssitzung gingen aber weitere Vorschläge bei der Gemeinde ein. Einer brachte einen Sohn Alerheims ins Gespräch: Georg Reitmeyer wurde 1642 in Alerheim geboren, verfasste ein Fachwerk über die damalige Medizin und stiftete in seinem Heimatort einen „Doktoracker“, um die Schule zu unterstützen. Schmid begrüßte den Vorschlag – schlug aber vor, den Straßennamen möglicherweise später im Gebiet „Kirchenäcker“ zu verwenden, da dort einige Straßen nach Personen benannt wurden. Auf Wohlgefallen stieß der Vorschlag „Stauferstraße“. Hintergrund sei, dass die Alerheimer Burg eine Stauferburg gewesen sei. Einige Räte begrüßten, dass die Stauferstraße thematisch zur nahegelegenen Burgwiese passe. Die Abstimmung verlief dennoch knapp: Mit nur einer Stimme Vorsprung beschloss der Gemeinderat, die neue Straße „Stauferstraße“ zu nennen.

Die Planungen für die Straßen und Kanäle dort wurden abgeschlossen. Eine zügige Ausschreibung sei sinnvoll, meint Schmid. Dies könne zu besseren Preisen für die Gemeinde führen. Insgesamt kosten die Arbeiten in den beiden Straßen rund 800000 Euro. Die Hälfte davon entfällt auf die Wohnsammelstraße. Diese 400000 Euro werden aber nicht nur auf die 13 Grundstücke im neuen zweiten Bauabschnitt verteilt, sondern auch auf den ersten Abschnitt. Dieser wird durch die Straße ebenfalls angebunden.

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